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Illegale Müllkippe: Im alten Betonwerk lagern Autowracks, Möbel und Ölfässer

Equord Illegale Müllkippe: Im alten Betonwerk lagern Autowracks, Möbel und Ölfässer

Equord. Ölfässer, Autowracks, Sperrmüll: Im ehemaligen Betonwerk am Ortsrand von Equord befindet sich eine illegale Müllkippe von gigantischem Ausmaß.

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Auch von außen kein schöner Anblick: Das ehemalige Betonwerk in Equord.

Quelle: sur

Seit Jahren steht das Betonwerk leer, und schon von außen ist die Ruine kein schöner Anblick: Die Fenster sind eingeschlagen, auf dem Hof türmen sich Bauschutt und Sperrmüll. Noch schlimmer sieht es drinnen aus: In den riesigen Hallen stehen Autowracks und Lastwagen, bei denen zum Teil nur noch die Blechhülle übrig ist - Sitze, Lenkrad, das gesamte Innenleben fehlt. In den Hallen türmt sich Müll: Alte Reifen, ein Sessel, Holzbretter und mehrere Fässer, aus denen vermutlich Öl oder Diesel ausläuft.

„Das muss unverzüglich beseitigt werden, da darf nicht noch mehr im Erdreich versickern“, sagt Jürgen Rehnelt aus Equord. Er spricht von einem „Riesen-Umweltskandal“ und einem „eklatanten Kontrollversagen der Behörden“ - schließlich ist nicht nur den unmittelbaren Nachbarn in Equord bekannt, dass nachts des öfteren Lastwagen aufs Gelände fahren und in großem Stil Müll abkippen. Auch das Umweltamt des Landkreises beschäftige sich schon länger mit diesem Problem, sagte Kreissprecher Henrik Kühn auf PAZ-Anfrage. Und das Land Niedersachsen, dem das Gebäude seit kurzem gehört (siehe Kasten) hat wegen des Mülls bereits Strafanzeige gestellt.

Hilfe versprochen hat Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig. Auf Rehnelts Bitte hat er sich am Dienstag auf dem Gelände umgesehen - und war fassungslos. „Das ist gefährlich, das muss fachgerecht entsorgt und gereinigt werden“, sagte Erwig. Er betonte aber auch: „Ich kann das nur an die zuständigen Behörden weitergeben, schließlich gehört das Gelände nicht der Gemeinde Hohenhameln.“

Am Mittwoch ist laut Erwig ein Ortstermin mit Landkreis und Polizei geplant - und dann wird hoffentlich aufgeräumt.

sur

Alte Fabrik gehört dem Land

Die Fabrik am Maschfeld in Equord gehörte bis in die 1970er-Jahre der Firma Beton+Monier. Der spätere Besitzer, ein Unternehmer aus Hannover, verpachtete das Betonwerk an diverse Firmen, seit einigen Jahren steht es allerdings leer.

Nach seinem Tod erbte das Land Niedersachsen vor einigen Monaten das Gelände: „Wenn die Hinterbliebenen das Erbe ausschlagen, erbt als letztes immer der Staat – ob er will oder nicht“, erklärt Kai Bernhardt, Pressesprecher der Oberfinanzdirektion in Hannover. „Glücklich sind wir über das Erbe aber nicht.“ Schließlich ist der Nachlass überschuldet, es läuft ein Insolvenzverfahren. „Die Verbindlichkeiten übersteigen bei weitem einen möglichen Verkaufserlös“, sagt Bernhardt.

Aus diesem Grund könne das Land die Fabrikhalle auch nicht aufräumen oder gar sanieren lassen: „Steuergelder müssen maßvoll behandelt werden“, so Bernhardt. Geld in ein Gelände zu stecken, das sich nicht verkaufen lässt, wäre Verschwendung. „Falls allerdings Umweltgefahren bestehen, ist grundsätzlich die Umweltbehörde vor Ort zuständig“, sagt Bernhardt.

sur

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