Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 13 ° Regenschauer

Navigation:
"Ich kann das nicht" gibt's nicht

Hohenhameln "Ich kann das nicht" gibt's nicht

Hohenhameln . "Ich habe einen der tollsten Berufe der Welt: Ich denke mir Geschichten aus", sagte der Autor und Musiker Wolfram Eicke am Montag in der Kreisbücherei Hohenhameln. Vor Fünft- und Sechstklässler der Hauptschule las er aus seinem Buch "Survival-Trip" vor, spielte Gitarre, riss Witze - und gab den Kindern Ratschläge fürs Leben mit auf den Weg.

Voriger Artikel
Soßmar feiert erstmals Schützenfest im Mai
Nächster Artikel
Windfest am Bullenstall

Las am Montag für Fünft- und Sechstklässler: Der Autor Wolfram Eicke.

Quelle: sur

In „Survival-Trip“ geht es um den 15-jährigen Christoph, der die Sommerferien in einem Abenteuer-Camp verbringt - mitten in der schwedischen Wildnis, ohne Strom, ohne Handy und Computer, ohne Dusche. Anfangs ist er skeptisch, doch im Rückblick findet Christoph den Trip „besser als Alkohol und Kiffen“.

Der Autor Wolfram Eicke will sein junges Publikum nicht nur unterhalten, er will es auch erziehen. Und irgendwie kriegt er seine Predigten so hin, dass die Kinder zuhören - und sogar herzlich lachen. Etwa, wenn er erzählt, wie er selbst als Kind war: „Die Eltern sind schuld! Die Lehrer sind schuld! Die Schule ist schuld! Wenn die sich ändern würden, dann könnte ich...“ - so steigert er sich in ein Jammer-Konzert hinein. Und kaum ist das Gelächter verklungen, lässt er seine Moral folgen: „Ich wollte damals nicht wahrhaben, dass ich selbst verantwortlich bin.“

„Jeder kann sich selbst programmieren wie einen Computer“, meint Eicke - und erntet ungläubige Blicke. Früher habe er sich etwa eingeredet, er sei unmusikalisch - mittlerweile verdient er sein Geld nicht nur mit dem Schreiben, sondern auch mit selbstgeschriebenen Liedern. Eine Kostprobe bekamen die Schüler am Montag zu hören.

„‚Ich kann das nicht‘ gibts nicht“, sagt er. „Wer das sagt, der lügt. ‚Ich bin zu faul, das zu üben‘ - das ist eine ehrliche Antwort.“

Trotz der Moralpredigten schafft es Eicke, dass die Schüler an seinen Lippen hängen. Zum Beispiel zeigt er ihnen, wie man in der Wildnis Feuer macht: Mit dem Taschenmesser schabt er über einen Magnesium-Stab, dass die Funken nur so fliegen. Und als er mitten in der Lesung eine Pause macht und fragt: „Ganz ehrlich: Wer möchte mir noch weiter zuhören?“, da gehen fast alle Arme nach oben.

sur

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

157d6b0e-8102-11e7-8a9d-ecf16cf845db
„Begehbare Kunst!“: Impressionen von der Vernissage

In seinem Atelier 53 in Groß Ilsede interpretiert Fritz Lutz mit Teppichstücken Werke namhafter Künstler.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung