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Hummer: Chopin und Co. in Umsetzung nicht zu überbieten

Hohenhameln Hummer: Chopin und Co. in Umsetzung nicht zu überbieten

Soßmar. Es ist schier unglaublich und inzwischen schon über Jahrzehnte für den Initiator scheinbar unausschöpflich, welche musikalischen Qualitäten dieses kulturelle Kleinod der Peiner (und Hildesheimer) Region seinen Gästen anbietet: Gerhard Hummer präsentierte in seinem Salon, der als holzgetäfelter Spitzboden mit Blüthner-Flügel ohnehin schon eine außergewöhnliche Atmosphäre atmet, einmal mehr ein kammermusikalisches Spitzen-Duo, das den Zuhörern zwischenzeitig den Atem nahm.

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Die bereits mehrfach international prämierten Musiker Marie Rosa Günter und Stanislas Emanuel Kim traten in Hummers Salon auf.

Quelle: rb

Die jungen Künstler Marie Rosa Günter (Klavier) und Stanislas Emanuel Kim (Cello) - beide gerade über 20 Jahre alt und schon mehrfach national und international höchstgradig prämiert - gestalteten einen Konzertabend, der in seinem Anspruch und dessen Umsetzung nicht zu überbieten war. Beide hatten dafür ein Programm gewählt, das mit den Komponisten Robert Schumann, Frédéric Chopin und César Frank ganz und gar in der Romantik verhaftet war.

Von Beginn an belehrten die beiden Künstler jeden Skeptiker eines Besseren, der wohl weiß, dass schon junge Menschen nach 15-jährigem Unterricht ihr Instrument technisch brillant beherrschen, der aber argwöhnt, dass die musikalischen Ansprüche der romantischen Epoche noch nicht ein adäquates Niveau erreichen.

Doch war hier überhaupt keine Diskrepanz spürbar. Vielmehr gesellte sich zur in allen Belangen perfekten Spieltechnik eine beispielhafte Musikalität: Ob in rasant melodischen oder zusätzlich erschwerend rhythmischen Parallelbewegungen (in Schumanns „Phantasiestück“), ob in einem kanonisch angelegten Frage- und Antwortspiel mit wechselnder Führungsfunktion (in Franks „Sonate“) oder in der spielerischen, mit gleichartigen Trillern gespickten Leichtläufigkeit - immer diente perfekt gekonnte Technik den Interpretationskriterien der Epoche: Hart oder weich, aber immer beseelt im Tonansatz, und dynamisch ein Spektrum umsetzend, das einerseits an Innigkeit und andererseits an schier explodierender Brisanz keinen Wunsch offen ließ. Und der musikalische Gipfel: Immer wieder verschwamm epochengerecht das Metrum zugunsten eines sich verzögernden Tonansatzes und der vielseitig belebenden, oft winzigen Ritardandi. Hier bildete das Duo in der Tat einen Gipfel an harmonierender Musikalität.

Mit ihrem unaufdringlichen Charme führte Marie Günter selbst durch das Programm und bat untertreibend den Hausherrn bei der Frank-Sonate ums Umblättern: „Helfen Sie mir hier, Herr Hummer, ich hab da am Klavier etwas viel zu tun ...“

Natürlich forderten die begeisterten Zuhörer am Ende zwei Zugaben - verbunden mit dem Hinweis auf das nächste Konzert in Hummers Kultursalon am 5. Oktober, wenn das weltberühmte Jazz-Duo mit Arkady Schilkloper und Vadim Neselovskyi wieder einen unvergesslichen Abend verspricht.

hl

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