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Hohenhamelner Umweltberater im NDR zu sehen

Hohenhameln Hohenhamelner Umweltberater im NDR zu sehen

Hohenhameln. Anders als mit ehrfüchtigem Staunen könne man Bäumen, die älter als 600 Jahre sind, nicht begegnen. Das meint der Hohenhamelner Reiner Theunert, bieten die Bäume doch abseits ihrer majestätischen Pracht oftmals Lebensraum für zahlreiche Käfer- und Pilzarten.

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Der Eremit.

Der Zoologe und selbstständige Umweltberater hat in einer NDR-TV-Produktion mitgewirkt, die sich mit dem Thema „Leben im Totholz“ befasst.

Für den Beitrag war der 55-Jährige mit einem Kamerateam und einem Waldökologen im Beienroder Holz im Landkreis Helmstedt unterwegs. „Dort gibt es sehr alte Bäume, bis zu 600 Jahre, zum Beispiel Eichen“, schildert Theunert. Zum Vergleich: Im Landkreis Peine seien die ältesten Bäume zwischen 300 und 350 Jahre alt.

Exemplarisch sollte an den im Beienroder Holz vorkommenden Tieren - insbesondere denjenigen, die im Totholz leben - gezeigt werden, auf was es bei der Bewirtschaftung eines Waldes ankommt. „Wie sollten Waldränder strukturiert werden, welche Bäume sollten unbedingt stehen gelassen werden und welche Gräser und Kräuter sollten vorkommen?“, beschreibt der Umweltberater einige Beispiele.

Allein in Deutschland gebe es etwa 1000 Käferarten, die im Totholz leben. Ein Highlight, das Theunert entdeckte und das das Kamerateam filmisch einfangen konnte, waren Larven des „Eremiten“. Dieser Käfer ist ein Mulmbewohner, das heißt, er lebt in den sich zersetzenden Pflanzenresten. „Er lebt in einem Baum über zig Generationen, nur die wenigsten verlassen ihn“, weiß Theunert zu berichten. Der „Eremit“ zählt zu den streng geschützten Arten.

Auch der fadenförmige Rindenkäfer konnte entdeckt werden, er steht in Deutschland auf der roten Liste der seltenen Käferarten.

Dass gerade im Beienroder Holz derart alte Bäume stehen, hängt mit der Bewirtschaftung in früheren Zeiten zusammen: „Es handelt sich um einen Hutewald. Bis ins 18. Jahrhundert wurden Schweine in den Wald getrieben, die dort mit den Eicheln gemästet wurden“, erklärt der Hohenhamelner.

Generell habe in der Waldbewirtschaftung ein Umdenken stattgefunden - war früher der „aufgeräumte“ Wald en vogue, dürfen alte, sterbende Bäume heute auch stehen bleiben und zu Totholz und damit zu Lebensraum für viele Tierarten werden. Einen ganzen Tag lang haben die Beteiligten für den Fernsehbeitrag des NDR im Wald verbracht. „Das Kamerateam hatte zwar eine Wunschliste mitgebracht, was sie filmen wollten“, sagt Theunert mit einem Lachen, „letztlich haben aber die Tiere die Regie geführt.“

Der Beitrag „Leben im Totholz“ in der Reihe „NaturNah“ wird am Dienstag, 12. Juli, ab 18.15 Uhr im NDR-Fernsehen ausgestrahlt.

 mir

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