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Hohenhameln: „Unbekannter“, der Kinder anspricht, ist ehemaliger Sexualstraftäter

Hohenhameln Hohenhameln: „Unbekannter“, der Kinder anspricht, ist ehemaliger Sexualstraftäter

Hohenhameln. Was als bitterer Beigeschmack begann, sorgt jetzt für ernsthafte Aufregung: Der Unbekannte, der in Hohenhameln mehrfach Kinder ansprach (PAZ berichtete), wurde von der Polizei mittlerweile identifiziert - und ist ein vorbestrafter Sexualstraftäter. Der Mann hat seine Strafe bereits verbüßt, doch die Justiz hält ihn weiter für gefährlich.

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Die Polizei hat den ehemaligen Sexualstraftäter, der in Hohenhameln Kinder anspricht, identifiziert.

Quelle: Symbolfoto

Der Mann aus dem Landkreis Hildesheim hatte im Juni mehrfach Kinder im Grundschulalter angesprochen - zuletzt in dieser Woche vor einem Supermarkt. Übergriffe gab es bisher nicht. Die Polizei Peine hat den zunächst unbekannten Mann mithilfe von Zeugen ausfindig gemacht. „Er ist in der Vergangenheit wegen Sexualdelikten aufgefallen und ist einschlägig vorbestraft“, bestätigte Peines Kripo-Chef Michael Sock auf Anfrage der PAZ. „Es gab eine Gefährderansprache.“ Das heißt: Polizisten sprachen mit dem Beschuldigten und machte klar, dass sie ihn im Auge haben.

Nach PAZ-Informationen hatte der Mann sich in der Vergangenheit unter anderem mehrfach vor Mädchen im Landkreis Hildesheim entblößt. Die Peiner Polizei ist alarmiert und gab die Informationen über die Vorkommnisse in Hohenhameln an das Landgericht Hildesheim weiter. Denn: „Der Mann steht unter Führungsaufsicht des Landgerichts“, sagt Kripo-Chef Sock. Dr. Stephan Loheit, Sprecher des Gerichts, erläutert: „Eine Führungsaufsicht wird vom Gericht bei einer Gefahrprognose für die Sicherheit der Allgemeinheit ausgesprochen.“ Dabei werden einem verurteilten Straftäter Weisungen auferlegt, an die er sich nach einer verbüßten Strafe zu halten hat. Bei Sexualstraftäter sei das Verhängen einer solchen Führungsaufsicht die Regel.

„Es gibt - ganz allgemein - zum Beispiel Weisungen, nach denen sich ein Betroffener etwa keinen Kindern bestimmter Altersklassen nähern oder an bestimmten Plätzen aufhalten darf, beispielsweise Schulgebäuden oder auf Spielplätzen. Die Weisungen orientieren sich jeweils individuell an der oder den vorherigen Straftaten“, erläutert der Landgerichts-Sprecher.

Welche Auflagen genau gegen den vorbestraften Hildesheimer erlassen wurden, wollte Loheit nicht mitteilen - aus Schutz der Persönlichkeitsrechte des Sexualstraftäters. Sollte der gegen Auflagen verstoßen haben, könnte die Aufsichtsbehörde, also das Landgericht, Strafanzeige wegen „Verstoßes gegen Weisungen während der Führungsaufsicht“ erstatten. Das wird je nach Schwere des Verstoßes mit Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft. „Bevor die Weisungsbehörde Strafanzeige erlässt, wird der Beschuldigte aber erst einmal angehört“, sagt Loheit. Dann könnte das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Hildesheim gehen - oder das Verhalten des vorbestraften Sexualstraftäters folgenlos bleiben.

js

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