Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Heidebrand-Katastrophe: Mehrere Gedenkfeiern

Hohenhameln Heidebrand-Katastrophe: Mehrere Gedenkfeiern

Hohenhameln. Mehrere Gedenkfeiern zur Waldbrandkatastrophe vor 40 Jahren fanden jetzt unter großer Anteilnahme von Politik, Bürgern und Feuerwehrmitgliedern statt.

Voriger Artikel
Das Schützenfest in Ohlum steht vor der Tür
Nächster Artikel
Nicht nur das Wetter vermiest bisher die Saison

Hauptgedenkfeier im Wald bei Meinersen: Besucher und Feuerwehrleute erwiesen den Opfern des Heidebrandes nach 40 Jahren die Ehre.

Quelle: oh

Man erinnerte an die Ereignisse von 1975 auf den Flächen des Heidewaldes und gedachte der damals verstorbenen fünf Feuerwehrkameraden aus Hohenhameln und Fallersleben.

An einem bewegenden ökumenischen Gedenkgottesdienst in der Michaeliskirche in Fallersleben nahm eine Abordnung von neun Kameraden aus Hohenhameln teil. Im Anschluss fand in den Räumen der Feuerwehr Fallersleben eine große Ausstellung über den Waldbrand statt. Neben einem fast detailgetreuen Modell vom Unglücksort bekamen alle auch in Bild-, Video- und Einsatzberichten ausführliche Informationen.

Auch in Hohenhameln wurde ein Kranz niedergelegt und für eine Gedenkminute innegehalten. Ortsbrandmeister Lars Kunz erinnerte: Extreme Trockenheit und große Hitze hatten die Wälder im Sommer 1975 ausgedörrt. Einer von mehreren Heidebränden brach zwischen Meinersen und Leiferde aus. Auch in Hohenhameln heulten die Sirenen, sieben Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr rückten aus, um zu helfen. Zwei von ihnen kamen nie mehr nach Hause zurück: Der 16-jährige Hartmut Oelkers und der 30-jährige Otto Könneker entkamen dem Inferno nicht. „Ihr Tod führt uns vor Augen, wie gefährlich der Einsatz für die Allgemeinheit sein kann“, sagte Kunz. Die Kameraden leisten ihre Arbeit freiwillig, ehrenamtlich und kostenlos zum Schutz vieler anderer - und so auch die Kameraden, die das Heidefeuer nicht überlebten. „Es waren junge Männer, die ihr Leben noch vor sich hatten. Wir werden sie als gute und sehr ehrenhafte Kameraden in Erinnerung behalten.“

Anschließend fuhr man nach Meinersen, wo sich das Unglück 1975 ereignete. Aus den betroffenen Landkreisen Gifhorn, Wolfsburg und Peine trafen sich neben Bürgern etwa 350 Kameraden zur Hauptgedenkfeier am Ehrenmal im Wald. Vertreter von Politik und Feuerwehr aus Gifhorn ließen die damaligen Geschehnisse Revue passieren und betonten, dass der größte Waldbrand in der Geschichte Deutschlands erst durch den massiven Einsatz von bundesweit zusammengezogenen Kräften gelöscht werden konnte. Sogar aus dem Ausland habe man Hilfe bekommen, etwa durch französische Löschflugzeuge.

Peines Kreisbrandmeister Rüdiger Ernst würdigte in seiner Rede am Gedenkstein, dass nicht nur ehemalige Zeitzeugen, die das Heulen und Brausen des Infernos miterlebten, an dieser Feier teilnehmen, sondern auch viele junge Feuerwehrmitglieder.

sip

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hohenhameln

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung