Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Halteverbot gegen den Verkehrskollaps

Hohenhameln Halteverbot gegen den Verkehrskollaps

Hohenhameln. Die B 65 in Mehrum wird gesperrt, die Umleitung führt über die Bundesstraße 494 - durch Hohenhameln fließt also deutlich mehr Verkehr, wenn voraussichtlich Mitte Juli die Bauarbeiten beginnen. Die Anwohner fürchten den Kollaps. Der Landkreis Peine will deshalb mit einem Halteverbot auf der Nordseite der Ortsdurchfahrt dafür sorgen, dass der Verkehr in Hohenhameln besser fließen kann.

Voriger Artikel
Wiedersehen nach 30 Jahren
Nächster Artikel
Streifzug durch die Sagenwelt mit Christiane Hess

Nadelöhr: Auf der Marktstraße in Hohenhameln parken links und rechts Autos, Lastwagen kommen kaum aneinander vorbei. Ein Halteverbot auf der rechten Seite soll Abhilfe schaffen.

Quelle: A

„Zur Zeit wird es eng, wenn sich dort zwei Lastwagen begegnen“, sagt Sabine Heider vom Straßenverkehrsamt des Landkreises. „Das Halteverbot soll dafür sorgen, dass sie ungehindert aneinander vorbei kommen.“

Fußgängerampeln sollen allerdings nicht aufgestellt werden - obwohl die Hohenhamelner Ortsratsmitglieder genau das gefordert hatten (PAZ berichtete). Sie fürchten, dass besonders Schulkinder kaum über die Straße gelangen, wenn sich Autos und Lastwagen Stoßstange an Stoßstange durch Hohenhameln schieben. Denn wenn beispielsweise Stau auf der Autobahn 2 herrscht, dient die B 65 als offizielle Umleitungsstrecke - ist sie gesperrt, fließt der Verkehr durch Hohenhameln.

Ginge es nach dem Ortsrat, sollten Ampeln Abhilfe schaffen, beispielsweise am Rathaus oder an der Sparkasse. „Das geht aber nicht“, sagt Heider. „An der Sparkasse sind zu viele Nebenstraßen, das ist so schon recht unübersichtlich für die Autofahrer“, erklärt sie. „Und am Rathaus ist derzeit ein Zebrastreifen aufgemalt. Wenn wir dort eine Ampel aufstellen wollten, müssten wir den erst mit gelbem Klebeband durchkreuzen und die Schilder abdecken. Dann müssten wir neue Markierungen auf die Straße aufmalen - das versteht kein Mensch, so provozieren wir nur Unfälle.“ Der Zebrastreifen werde deshalb so bleiben, wie er ist: „Er signalisiert den Autofahrern ja sowieso: Der Fußgänger hat Vorrang.“ Laut Heider sieht das auch die Polizei so: „Wir haben uns die Lage vor Ort angesehen, und da war auch die Polizei Hohenhameln dabei. Die Beamten müssen es wissen, sie sind ja jeden Tag vor Ort.“

Dass sich die Autos Stoßstange an Stoßstange durch Hohenhameln schieben - diese Gefahr sieht auch Heider. „Das ist ein realistisches Szenario“, sagt sie. „Aber die Erfahrung zeit, dass in so einem Fall die Geschwindigkeiten dermaßen gering sind, dass die Autofahrer dann auch anhalten, um Fußgänger über die Straße zu lassen.“

Den Ortsrat überzeugt diese Argumentation nicht. „Es ist mir ein Rätsel, wie die Experten darauf kommen, dass das Verkehrsaufkommen nur hoch genug sein muss, damit die Verkehrssicherheit steigt“, kommentierte Ortsbürgermeister Achim Henke. Er fürchtet, dass die Umleitung für Hohenhameln zum „Desaster“ werden könnte - „aber ich bin ratlos, was wir jetzt noch tun sollen. Wir können nur noch abwarten, wie schlimm die Umleitung wirklich wird.“

Zur Not könne der Landkreis ja immer noch nachbessern, verspricht Heider. „Und wir sind uns alle einig, dass die Verkehrssicherheit erste Priorität haben muss.“

sur

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung