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Hämelerwald: Mit der Rübenbahn vorbei am Vanilleduft

Hämelerwald Hämelerwald: Mit der Rübenbahn vorbei am Vanilleduft

Hämelerwald. Zum „Geburtstag des jüngsten und schönsten Ortes der Stadt Lehrte“, Hämelerwald, waren Vertreter aus Politik und zahlreicher Vereine und Verbände gern gekommen.

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Ortsbürgermeister Dirk Werner bei seiner launigen Jubiläumsrede.

Quelle: gs

Obwohl 150 Jahre keine lange Zeit für das Bestehen eines Ortes sind, hat Hämelerwald in diesen Jahren „eine wechselvolle und größtenteils nach vorn weisende Entwicklung“ durchlebt. Daran erinnerten Hannelore Voges und Stefan Fahldieck in einem kurzweiligen und schön bebilderten Vortrag. So gehörte Hämelerwald von 1864 bis 1974 als eigenständige Gemeinde und als eines der jüngsten Dörfer zum Landkreis Peine. Mit der Gebietsreform wurde es dann aber der Stadt Lehrte zugeordnet.

Angefangen hatte alles mit der Einrichtung eines Eisenbahnhaltepunktes. Vorher standen hier zwar schon einige Häuser, aber erst mit dem Haltepunkt wurde der Ort gegründet. Spannend schlugen Voges und Fahldieck den Bogen über die Ansiedlung der verschiedenen Industriezweige, die einst in Hämelerwald ansässig waren. Ob Ziegeleien, Gießerei, Sägewerk oder auch die Spirituosenfabrik, der Kraftfutterbetrieb und die Puddingfabrik, von deren Vanilleduft die älteren Einwohner noch immer schwärmen: Hämelerwald war ein kleiner Industrieort.

Schließlich wurde mit der Schließung etlicher Betriebe der Ort mehr und mehr zum Wohnort, Arbeiter des Peiner Walzwerkes zogen in eigens für sie errichtete Häuser. Der große Bauboom in den 50er- und 60er-Jahren ließ den Ort dann rasant wachsen, später gab es mit der Bebauung von Hämelerwald-Süd einen erneuten Zuzugsschub.

Bis 1964 war der Ort ein wichtiger Ein- und Umsteigepunkt der Kreisbahn Hildesheim-Peine. Die „Blitz- und BogenBahn“ beförderte nicht nur viele Pendler sondern vor allem auch Zuckerrüben und Holz quer durch Niedersachsen. „Die Fahrten mit der langsamen Bimmelbahn waren ein Erlebnis“, erinnert sich Voges lächelnd.

Heute wohnen fast 4500 Menschen im Ort und das Wachstum sei „zwar klein, aber stetig“, berichtete Ortsbürgermeister Dirk Werner in seiner launigen Rede. Er sieht in dem Jubiläumsjahr „eine gute Gelegenheit, um in die Zukunft zu blicken und Ideen zu entwickeln“.

Auch Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk bescheinigte Hämelerwald eine „große Lebendigkeit“. Zwar gebe es mit der Kernstadt immer wieder Reibereien, da die Hämelerwalder ein streitbares Völkchen seien, aber es diene immer dem Wohle des Ortes. Sidortschuk: „Mein Eindruck ist, der Ort lebt und gerade die Vereinsgemeinschaft ist sehr gut miteinander verwoben.“

gs

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