Volltextsuche über das Angebot:

18 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Gutachten: Mastanlage stinkt kaum

Mehrum Gutachten: Mastanlage stinkt kaum

Die Mastanlage stinkt, staubt und belastet die Umwelt, fürchten ihre Gegner. Wohngebiete werden kaum belastet, heißt es dagegen in einem Gutachten der Landwirtschaftskammer.

Voriger Artikel
Gastfamilien gesucht!
Nächster Artikel
Handwerker machen Tempo
Quelle: azi

Hohenhameln-Mehrum. „Unproblematisch“ und „irrelevant“: So werden in einem Gutachten die Staub- und Geruchsemissionen bezeichnet, die voraussichtlich von der geplanten Hähnchenmastanlage ausgehen werden. Der Agraringenieur Friedrich Arends von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen hat die 25-seitige Stellungnahme geschrieben. In 330 Metern Entfernung, wo sich das nächste, einzelne Wohnhaus befindet, ist eine Geruchsbelästigung demnach nur in sechs bis acht Prozent der Jahresstunden wahrnehmbar. Die Wohngebiete in Mehrum und Hämelerwald sind deutlich weiter entfernt. „Dort wird die Belastung derart gering sein, dass sie im Sinne der Geruchsemissionsrichtlinie als irrelevant bezeichnet werden kann“, sagte Arends gestern zur PAZ.

Mit dem Gutachten hat sich auch der Arbeitskreis Mastanlage in Mehrum beschäftigt und die Investoren zu einem Gespräch eingeladen. „Das hätten wir schon früher tun sollen“, sagte Mehrums stellvertretender Ortsbürgermeister Jens Böker. „In dem Gespräch ist uns vieles klarer geworden.“

Beispielsweise, dass der Hühnerkot nicht unbedingt auf den Feldern entsorgt werden muss. Er könnte auch in der Biogasanlage landen, die ebenfalls in Mehrum gebaut werden soll. Mit dem Betreiber sei man sich schon weitgehend einig, sagte Michael Löhr, einer der Hähnchenmast-Investoren.

Laut Löhr enthält der Hühnerkot Nährstoffe, die in der Biogasanlage benötigt werden. Im Austausch bekämen die Landwirte den Gärrest, der in der Anlage entsteht, um damit ihre Felder zu düngen. „Der Vorteil beim Gärrest ist, dass er nicht riecht“, sagte Löhr. „Außerdem sparen wir uns das Zwischenlagern.“ In der Biogasanlage könnte auch das Waschwasser entsorgt werden, mit dem der Hühnerstall gereinigt wird.

In der Mastanlage werden jedes Jahr etwa 300 Tonnen Hühnerkot anfallen. Bevor die Biogasanlage gebaut ist – voraussichtlich Ende 2011 – wird die Hälfe davon auf Feldern in der Gemarkung Mehrum verteilt. Gelagert wird der Kot aber mindestens 300 Meter von Wohngebieten entfernt – dazu haben sich die Landwirte verpflichtet.

Susann Reichert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hohenhameln

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

eebe8558-a9cd-11e7-923d-4ef2be6e51d8
Orkan im Kreis Peine

Hier die aktuellen Bilder:

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung