Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Großübung: Störfall im Ammoniak-Bereich

Übungseinsatz im Kraftwerk Mehrum Großübung: Störfall im Ammoniak-Bereich

„Es gibt einen Störfall im Ammoniak-Bereich des Kraftwerks Mehrum. Aus einem Leck tritt Ammoniak aus, ein Mitarbeiter wird vermisst. Die Ortswehr Mehrum kann nicht helfen - sie verfügt nicht über die notwendige Schutzkleidung“, erläuterte Frank Meissner das Übungsszenario der großen Einsatzübung am Donnerstag im Kraftwerk.

Voriger Artikel
"Wo Was Wann in Hohenhameln"
Nächster Artikel
Gemeindeversammlung: Kritische Fragen

Im Kraftwerk Mehrum wurde ein Ammoniak-Unfall mit einer undichten Leitung simuliert.

Quelle: Feuerwehr Hohenhameln

Mehrum. Meissner ist der Zugführer der Hohenhamelner Gefahrguteinheit und hat gemeinsam mit Mitarbeitern des Kraftwerkes das Szenario der Einsatzübung entwickelt. Die alarmierten Spezialisten der Gefahrguteinheiten aus Hohenhameln und Ilsede wurden vor Ort vor besondere Herausforderungen gestellt, denn freiwerdendes Ammoniak als verdichtetes oder verflüssigtes Gas verflüchtigt sich schnell. Es ist dabei akut giftig, verätzt Haut und Atemwege und führt zu schweren Augenschäden. Mit Langzeitwirkung ist es hochgiftig für Wasserorganismen und kann bei Erwärmung explodieren.

Die Feuerwehrleute waren daher im Einsatz komplett von der Umgebung isoliert. Sie trugen Chemikalienschutzanzüge (CSA) und führten die Atemluft über umluftunabhängige Pressluftatmer zu.

„Bei solchen Ereignissen ist es wichtig, dass die Einsatzkräfte nach dem Eintreffen schnellstens die Lage erfassen, unter größtmöglichem Eigenschutz die Menschenrettung durchführen und weiteres Freiwerden von Gas und das Eindringen in Gewässer verhindern“, beschreibt der Ilseder Zugführer Heiko Fischer die erforderlichen Einsatzmaßnahmen. „Am Ende steht dann noch die Dekontamination der Feuerwehrleute nach dem Einsatz.“

Nach zwei anstrengenden Stunden - ein chemikalienresistenter Schutzanzug wiegt etwa acht Kilogramm, dazu kommt noch der erforderliche Pressluftatmer mit 15 Kilogramm: das sind insgesamt 23 Kilo - war die Übung für die 38 Einsatzkräfte schließlich zu Ende.

Die beiden Einsatzleiter waren mit dem Übungsverlauf insgesamt zufrieden. „Verbessert werden muss aber noch die Zusammenarbeit der Teams beim Einkleiden der CSA-Träger, damit die Trupps schneller im Schadensbereich eingesetzt werden können“, so das Fazit der beiden Zugführer.

wos

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hohenhameln

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

157d6b0e-8102-11e7-8a9d-ecf16cf845db
„Begehbare Kunst!“: Impressionen von der Vernissage

In seinem Atelier 53 in Groß Ilsede interpretiert Fritz Lutz mit Teppichstücken Werke namhafter Künstler.

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung