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Große Konzertwelt zu Gast in Soßmar

Soßmar Große Konzertwelt zu Gast in Soßmar

Soßmar. In der Einladung zum Klavierabend hatte Gerhard Hummer ausdrücklich um Reservierung gebeten - und wie recht sollte er behalten: In seinem völlig ausgebuchten Kultursalon musste er schon bei der Begrüßung wie ein Stewart im Flieger auf den Notausgang an der Seite hinweisen. Der enorme Zuspruch verwunderte niemanden, gastierte doch in diesem einzigartigen Kultur-Ambiente der russische Pianist Andrei Ivanovitch bereits zum achten Mal.

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Pianist mit ausgezeichnetem Weltruf: Andrei Ivanovitch begeisterte das Publikum in Hummers Kultursalon.

Quelle: kn

Jeder Besucher spürt an diesem Abend, dass einmal mehr die große Konzertwelt zu Gast in Soßmar ist. Der Professor am Konservatorium in St. Petersburg, 1968 in Rumänien geboren, zählt zu den herausragenden Instrumentalisten seines Faches und genießt einen ausgezeichneten Weltruf - spätestens seit dem Gewinn der Goldmedaille beim World Piano Competition in Cincinnati/USA 1994.

Mit bescheidenen, deutschsprachigen Ansagen präsentiert Ivanovitch sein Programm, das sich neben Franz Schubert und einem „Ausflug nach Spanien“ vor allem den großen Klavier-Komponisten Frédéric Chopin und Franz Liszt widmet.

Im Zentrum des ersten Konzertteiles stehen die zehn Mazurken von Chopin, die nicht nur auf den folkloristischen Kriterien dieses slawischen Gesellschaftstanzes fußen, sondern sich durch die Präsenz verschiedenster lyrischer Elemente auch zu einem großen Gemälde über die innere Verfassung und Erlebnistiefe des Interpreten entwickeln. Gebannt verfolgen deshalb die Zuhörer die faszinierenden Wechsel zwischen einerseits scheinbar metrumfreier Träu-merei und elegisch ausladen-der Melancholie sowie andererseits den spannungsreichen, oft kontrapunktisch angeordneten Gestaltungsbögen - immer gepaart mit technischer Brillanz, bestechender Variationsvielfalt und musikalischer Durchsichtigkeit.

Den zweiten Programmteil beschließt als Höhepunkt die Spanische Rhapsodie von Franz Liszt. Hier kann Ivanovitch noch einmal alle Merkmale seines atemberaubenden Klavierspiels demonstrieren: Frappierende Fingerläufigkeit fügt sich ein in extrem dynamische Spannweiten.

Das begeisterte Publikum entlässt den Künstler erst nach zwei Zugaben - und beim Hinausgehen hört man immer wieder Wortfetzen wie „einfach wunderbar“ und „sagenhaft“. Alle freuen sich offenbar schon auf das nächste Highlight im Kultursalon: Am 10. November gastiert dort ein Jazz-Trio aus Wien.

 hl

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