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Gottesdienst über „Flüchtlinge gestern und heute“

Hohenhameln Gottesdienst über „Flüchtlinge gestern und heute“

Hohenhameln. Zu einem Gottesdienst lädt das Panische Orchester morgen um 9.30 Uhr in die evangelische St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln ein: Zum Thema „Flüchtlinge gestern und heute“ werden die heutigen Hohenhamelner Claus Zips aus Schlesien und Nsreldin Mohamed aus dem Sudan über ihre jeweilige Flucht berichten.

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Gestalten morgen gemeinsam einen Gottesdienst: Die Mitglieder des panischen Orchesters und die beiden ehemaligen Flüchtlinge Nsreldin Mohamed (vorn links) und Claus Zips (rechts).

Quelle: cw

„Die Emotionen und Diskussionen waren letztes Jahr relativ groß, als die Flüchtlingswelle ihren Lauf nahm“, berichtet Wilhelm Hilker. Die Gottesdienstbesucher sollen Antworten zu vielen Fragen finden. Wie verlief die Flucht? Wie war die Ankunft? Wie ergeht es den Flüchtlingen und Vertriebenen heute? Zwischen de beiden Geschichten liegen 70 Jahre. Sie sind sehr unterschiedlich, und doch gibt es viele Parallelen, die im Gottesdienst aufgezeigt werden sollen.

1945 wurde Zips mit seiner Mutter und Großmutter aus Schlesien vertrieben. Sie gelangten nach Hohenhameln: „Damals lebten nur 1300 Einwohner in Hohenhameln. Plötzlich waren es 2000 Menschen mehr“, so Uta Hilker. „Die Vertriebenen waren damals nicht willkommen“, berichten die Hilkers.

Heute sei Zips froh, dass er die qualvollen Stunden hinter sich lassen konnte. Auch Mohamed, der seit Dezember in Bierbergen lebt, wird im Gottesdienst über seine Vergangenheit berichten. Er sei froh, dass er wieder Frieden gefunden habe, sagt er.

„Nicht das Problem soll in den Vordergrund rücken, sondern wir möchten zeigen, dass wir es auch vor 70 Jahren geschaft habe, die Situation zu bewältigen“, ist sich das Ehepaar einig. Weiter erläutert Wilhelm Hilker: „Wir möchten eine Brücke schlagen. Wir möchten den Leuten aufzeigen, was damals war, wie mit den Vertriebenen umgegangen wurde.“ Der Gottesdienst soll den Einheimischen die Ängste und die Sorgen nehmen. „Die Menschen waren damals genauso skeptisch wie heute, und das ist das Interessante an der ganzen Geschichte“, weiß Wilhelm Hilker.

Begleitet wird der Gottesdienst vom Panischen Orchester, das diesmal etwas andere Töne anschlagen wird, als die Zuschauer gewohnt sind.

cw

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