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Generationenhilfe initiiert Fahrradwerkstatt

Hohenhameln Generationenhilfe initiiert Fahrradwerkstatt

Hohenhameln. Arsim Delija kommt aus dem Kosovo, sein Freund Sven Riscanovic aus Montenegro. In Hohenhameln schrauben die beiden Asylbewerber an alten Fahrrädern und machen sie wieder fit - für andere Asylbewerber.

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Von Asylbewerbern für Asylbewerber: Arsim Delija (r.) und Sven Riscanovic arbeiten in der improvisierten Fahrradwerkstatt. Unterstützt werden der 33-Jährige aus dem Kosovo und sein montenegrinischer Freund bei dem Projekt vom Hohenhamelner Generationenhilfeverein.

Quelle: js

Hohenhameln. Der Generationenhilfeverein hat das Fahrradwerkstatt-Projekt ins Leben gerufen und sucht noch Unterstützer.

In der Begegnungsstätte der Generationenhilfe finden regelmäßig Deutschkurse statt. „Wir haben gehört, dass einige Flüchtlinge dafür aus Bierbergen oder Mehrum zu Fuß nach Hohenhameln kommen“, schildert Gisela Grote von Hand in Hand. „Wir fanden, dass das gar nicht geht und haben Fahrräder besorgt.“

Schon am ersten Tag wurden neun Räder gespendet. Immer mehr kamen zusammen. „Die waren dann auch ruckzuck weg und bei ihren neuen Besitzern“, den Flüchtlingen, erzählt Grote. Doch einige Fahrräder seien reparaturbedürftig gewesen.

Doch wie es beim Generationenhilfeverein üblich ist, wird auch aus der Not eine Tugend gemacht, und die Mitglieder besorgten kurzerhand eine Garage am ehemaligen Gasthaus Busse, die der Inhaber dem Verein als improvisierte Fahrradwerkstatt zur Verfügung stellt. Und was liegt näher, als dann auch den Flüchtlingen selbst die Aufgabe zu überlassen. „Man merkt, dass sie sich nützlich machen und etwas tun wollen“, betont Vereinsmitglied Wilhelm Grote.

Weil Flüchtling Arsim Delija, der aus dem Kosovo stammt, regelmäßig bei den Deutschkursen mit dabei war und schon gut Deutsch spricht, fragte der Verein bei ihm an, ob er die Fahrradwerkstatt leiten und die Räder für andere Flüchtlinge aufbereiten wolle. Ein Glückstreffer, wie sich schnell herausstellte. „Ich habe Erfahrung mit dem Schrauben“, sagt der 33-jährige Delija. „Zu Hause im Kosovo hatte ich einen kleinen Schuppen als Werkstatt. Darin habe ich zum Beispiel Roller repariert.“ Seit Januar ist er in Deutschland - und hat sofort etwas zu tun. „Ich mache das gerne“, sagt Delija.

Statt an Motoren schraubt er jetzt an Fahrradsatteln herum, prüft die Räder auf ihre Verkehrstauglichkeit, ob die Bremsen funktionieren, die Gangschaltung getauscht werden muss oder der Dynamo auch ordentlich läuft. Wenn viel zu tun ist, hilft ein Bekannter, Flüchtling Sven Riscanovic.

„Die Fahrradwerkstatt ist ausschließlich von Flüchtlingen für Flüchtlinge“, stellt Gisela Grote klar. Geöffnet ist die Werkstatt dienstags und mittwochs jeweils von 15 bis 18 Uhr (Zugang über den Hof rechts neben dem Gasthaus Busse).

Der Verein sucht noch weitere Fahrräder, die Flüchtlingen in der Gemeinde Hohenhameln zur Verfügung gestellt werden können - und auch Ersatzteile. Außerdem wird ein Helfer gesucht, der Arsim Delija bei seiner Arbeit berät und ein Raum - denn wenn das Gasthaus Busse in naher Zukunft abgerissen werden sollte, braucht die Generationenhilfe einen neuen Standort für die Fahrradwerkstatt.

js

• Wer ein Rad spenden will, einen Raum hat oder helfen möchte, erreicht den Verein unter 05128/4851.

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