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Generationenhilfe finanziell in Gefahr?

Hohenhameln Generationenhilfe finanziell in Gefahr?

Hohenhameln. Die Generationenhilfe Hohenhameln ist seit Beginn ein Erfolgmodell. Im November 2012, zwei Wochen nachdem der Verein gegründet wurde, kam er bei einem Wettbewerb des Niedersächsischen Sozialministeriums auf die Topränge. Der Preis: eine Förderung über 26 000 Euro, die in den Folgejahren peu à peu ausgezahlt werden sollte. Der Förderzeitraum ist bald beendet, die Finanzierung des Vereins noch bis Ende 2015 gesichert. Doch was kommt danach?

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Die Finanzierung der Generationenhilfe Hand in Hand Hohenhameln ist in der Diskussion.

Quelle: oh

Von Jonas Szemkus

„Wir müssen uns schon jetzt einige Gedanken machen, damit wir auch nach 2015 finanziell ohne Probleme weiterbestehen können“, sagt Udo Aschemann vom Verein. Die Bezuschussung laufe aus - sowohl vom Land, als auch von der Gemeinde. Die hat jedoch bereits signalisiert, den Verein auch nach Herbst 2015 weiter finanziell unterstützen zu wollen, besonders in Bezug auf die Begegnungsstätte an der Marktstraße.

„Mir ist um den Verein grundsätzlich nicht bange“, sagt Vereinsmitglied Dietmar Körner. „Aber unsere Aktionen und Aktivitäten können wir nur in diesem Maße weiterlaufen lassen, wenn eine kontinuierliche Finanzierung gesichert ist. Dafür brauchen wir externe Hilfe.“ Rund 250 Personen würden Angebote des Vereins regelmäßig in Anspruch nehmen, die meisten davon aus dem Kernort, aber auch aus den anderen Ortschaften gebe es regelmäßige Besucher. „Die Infrastruktur muss für den Verein stimmen. Buchhaltung und Bürotätigkeiten gehen nicht mehr nebenbei aus dem Wohnzimmer.“

„Unter 20 000 Euro pro Jahr ist die Arbeit des Vereins so wie sie jetzt ist, nicht zu leisten“, sagt Aschemann. Den Hauptteil der Finanzierung erwirtschaftet der Verein noch immer durch diverse Teilnahmen an Wettbewerben. „Aber es werden stetig mehr Vereine, die von diesem Kuchen etwas abhaben möchten“, erläutert Vereinsvorsitzender Günther Becker. Und die Bewerbungen würden jedes einzelne Mal viel Arbeit bedeuten, die im Verein ausschließlich ehrenamtlich geleistet werde. „Bei anderen Vereinen sitzen zum Teil Juristen, die den ganzen Tag nichts anderes machen. Da kommen wir mit unserer heimeligen Art nicht immer gut an. Und die Antragslyrik ist uns eben nicht so bekannt.“

Die Unabhängigkeit von riesigen Dachverbänden sei den Verantwortlichen aber besonders wichtig. „Wir sind nur unseren Gewissen verpflichtet“, sagt Vereinsmitglied Gisela Grote. Das Engagement werde zwar immer wieder gewürdigt, zählbarer bleibe dabei aber nur selten übrig. „Das Land sagt: Das ist toll, da wird der Landkreis doch bestimmt unterstützen. Der Landkreis sagt: Das ist toll, da wird die Gemeinde doch unterstützen. Und so drehen wir uns ein bisschen im Kreis“, sagt Grote. „Die Anerkennung aus der Politik ist toll, aber ‚satt‘ werden wir davon nicht.“

Es sei illusorisch, dass die Gemeinde den Verein oder die Begegnungsstätte vollfinanzieren könne, gefragt seien deshalb auch Bund und Land. „Aber wir hatten immer eine gute Zusammenarbeit mit der Politik, vorneweg natürlich mit der Gemeinde“, sagt Grote. „Die werden uns schon nicht im Regen stehen lassen.“

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