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Generationenhelfer sind im Einsatz

Hohenhameln Generationenhelfer sind im Einsatz

Hohenhameln. Sie schippen Schnee, erledigen Einkäufe, holen Holz aus dem Keller und Medikamente von der Apotheke: Die Generationenhelfer des Vereins "Hand in Hand" sind seit einigen Wochen im Dauereinsatz.

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Rainer Lorenz fährt Susanne Buchholz zum Physiotherapeuten.

Quelle: sur

Elfriede Wienzek und Dennis Söhlke sind schon ein eingespieltes Team. Seit ein paar Wochen schippt er für die alte Dame Schnee, schafft Holz für den Kamin herbei oder geht einkaufen. „Auf den Jungen ist Verlass - ich möchte ihn nicht mehr missen“, sagt Wienzek.

Die 76-Jährige wirkt fit, wären da nicht die beiden Schläuche an ihrer Nase - sie verbinden sie mit einem Sauerstoffgerät, dass sie in ihrem Rollator vor sich herschiebt. Viele Hausarbeiten kann die Ohlumerin nicht mehr selbst erledigen, aber ins Heim will sie auf keinen Fall. „Mein Zuhause bleibt mein Zuhause“, sagt sie. Seit über 40 Jahren lebt sie in ihrem Haus in Ohlum. Damit das auch in Zukunft so bleiben kann, bekommt sie jetzt Hilfe - von Söhlke und von anderen Freiwilligen des neuen Generationenhilfe-Vereins „Hand in Hand“. Über die Entlastung freuen sich auch Wienzeks Sohn und ihre beiden Töchter, die sich neben dem Beruf um die Mutter kümmern.

Der Verein wurde erst im November gegründet und hat bereits 131 Mitglieder, darunter 58 aktive Helfer. Söhlke gehört mit Abstand zu den Jüngsten - die meisten sind fitte Ruheständler, die sich mit der Arbeit auch ihre Rente aufbessern können (siehe Kasten). Etwa Rainer Lorenz: Während Söhlke Schnee schippt, fährt der 66-Jährige Susanne Buchholz zum Physiotherapeuten, später soll er für sie in der Apotheke noch ein Rezept einlösen. Lorenz gehört zum Vorstand der Generationenhilfe und koordiniert die sogenannten Begleitfahrten - bei ihm landet also jeder, der ein „Privattaxi“ zum Arzt, zum Supermarkt oder ins Theater braucht. Lorenz war früher Industriekaufmann und Pharmareferent und setzt sein Organisationstalent jetzt für die Generationenhilfe ein. Fünf, sechs Stunden pro Woche macht er Fahrdienste, sagt er - doch zusätzlich verbringt er fast 20 Stunden mit organisieren: „Gerade jetzt in der Anfangsphase ist unheimlich viel zu tun.“ Die Helfer fangen ja gerade erst an.

Wer Unterstützung braucht, wendet sich unter 05128/4851 an Mark Noller - er betreut die Telefon-Hotline des Vereins. Weitere Infos gibt es auch im Internet unter www.generationenhilfe.de.

sur

So funktioniert der Hilfsverein

Die Generationenhilfe wurde mit dem Ziel gegründet, alte oder hilfsbedürftige Menschen im Alltag so zu unterstützen, dass sie selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben können – auch wenn sie im Haushalt oder Garten nicht mehr alles allein erledigen können. „Wir kommen alle mal in die Situation“, sagt Pressesprecher Tim van der Wolk. Mit ihrer Arbeit können die Helfer schon jetzt für die Zukunft vorsorgen: Für jede Stunde, die sie andere unterstützen, bekommen sie später selbst eine Stunde Hilfe. Alternativ können sie sich auch einen Stundenlohn auszahlen lassen.

sur

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