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Gefährlicher Staub? Erwig fordert Stellungnahmen

Hohenhameln Gefährlicher Staub? Erwig fordert Stellungnahmen

Hohenhameln. Nach den Anschuldigungen der Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz, in der Altholzschredderanlage zwischen Stedum und Equord würden gefährliche Stoffe freigesetzt, reagiert jetzt Bürgermeister Lutz Erwig (SPD): Er forderte die zuständigen Unternehmen sowie den Landkreis Peine und das staatliche Gewerbeaufsichtsamt auf, Stellung zu den Vorwürfen zu nehmen.

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Gefährlicher Staub oder nicht? Die Bürgerinitiative für Umwelt übte in einem offenen Brief harsche Kritik am Altholzschredder der PEG.

Quelle: A

„Wenn dort etwas verkehrt läuft, dann wollen und werden wir die Bürgerinitiative natürlich unterstützen“, betonte der Verwaltungschef. „Wenn belastete Stoffe ohne Genehmigung verarbeitet werden, dann muss das aufhören.“

Dem Forderungskatalog der BI könne im betroffenen Bebauungsplan Hettberg aber nicht entsprochen werden. „Wir als Gemeinde stecken nur den groben Rahmen der Nutzung ab“, unterstrich Erwig erneut: Was letztlich verarbeitet werde, müssten andere Behörden wie das staatliche Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig genehmigen – auch die Überwachung der Vorgaben obliege nicht der Gemeinde. „Wir können zum Beispiel nicht sagen, dass nur weiches oder hartes Holz verarbeitet werden darf. Da sind wir einfach nicht zuständig.“

Dennoch schrieb der Bürgermeister mit Verweis auf den offenen Brief der BI nun an den Landkreis Peine und die zuständigen Unternehmen A+B und PEG – beides vom Kreis getragene Unternehmen – sowie an das Gewerbeaufsichtsamt. „Ich habe die Beteiligten um Stellungnahme zu den Behauptungen gebeten und sie aufgefordert, wenn etwas gesundheitsgefährdendes in der Anlage geschieht, alles für den Gesundheitsschutz der Bürger und Mitarbeiter zu tun.“

js

Stellungnahme von PEG-Geschäftsführer Olaf Eckardt

Vorwurf: Hätte der Gemeinderat gewusst, dass in der Altholzschredderanlage behandelte Hölzer weiterverarbeitet werden, wäre der Bebauungsplan nie verabschiedet worden. Außerdem wird das angelieferte Holz nur ungenügend kontrolliert und die Stäube werden nicht auf Schadstoffe untersucht.PEG: „Die PEG nimmt die von einzelnen Bürgern und der BI vorgetragenen Einwände und Bedenken sehr ernst und versucht fortlaufend, die durch den Betrieb der Anlage entstehenden Emissionen zu minimieren.“ Sie trete allerdings entschieden der Behauptung entgegen, „im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens mit Informationen oder deren Vorenthaltung Einfluss auf das Ergebnis genommen zu haben.“ Die Anlage sei, so wie sie betrieben wird, vom Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig genehmigt und als bestehender Betrieb in das Planverfahren eingeflossen. Dass auch mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz bearbeitet werde, „war immer bekannt und Bestandteil der von der PEG gelieferten Beiträge“. Die Auflagen – etwa zu Emissionen sowie Tier- und Pflanzenschutz – „werden allesamt eingehalten“.

Vorwurf: Die beim Schreddern freigesetzten, potenziell krebserregenden Schadstoff-Partikel werden aus der offenen Halle der Anlage heraus in die nähere und weitere Umgebung verfrachtet.

PEG: „Die Anlagenteile, bei denen Staub entsteht, sind bereits zum größten Teil eingehaust. Anfallende Stäube werden durch eine Schlauchfilteranlage geführt, abgereinigt und separat entsorgt.“ Das Fertigmaterial lagere in überdachten Boxen. Der Vorbrecher habe eine Wasserbedüsung, um das Material zu befeuchten. Die nachfolgende, im Überdruck arbeitende Sortierkabine habe wie auch der Nachzerkleinerer eine Staubabsaugung. „Siebe und Fördereinrichtungen sind größtenteils gekapselt“, so Eckardt. Das sei „Stand der Technik und wesentlich mehr, als der durchschnittliche Holzaufbereiter macht.“

js

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