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Flüchtling Bohsas zeigt Film über Syrien

Hohenhameln Flüchtling Bohsas zeigt Film über Syrien

Hohenhameln/Algermissen. Seit 14 Monaten lebt der Flüchtling Rawad Bohsas aus Syrien in Deutschland. Über Frankfurt, Essen und Friedland kam er vor rund sechs Monaten nach Algermissen. Am kommenden Mittwoch, 26. Oktober, möchte er um 19.30 Uhr im Pfarrheim Hohenhameln einen Film über seine Heimat zeigen.

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Rawad Bohsas, hier mit Beate Seifer, zeigt einen Film über Syrien.

Quelle: Jasper Warzecha

In Algermissen traf Rawad Bohsas vor gut einem halben Jahr auf Beate Seifer, die sich ehrenamtlich und mit viel Engagement für Bohsas und andere Flüchtlinge einsetzt. Seitdem verstehen sich beide sehr gut und die Familie Seifer hat Bohsas in ihre Mitte aufgenommen. Aus dieser Verbindung ist vor kurzem auch die Idee entstanden, Bohsas deutschen Mitbürgern seine Heimat um die Hauptstadt Damaskus vorzustellen. „Wenn man hier nach Syrien fragt, dann wissen die meisten wirklich wenig über das Land“, stellt Bohsas fest. Seifer fügt hinzu: „Wir kennen ja immer nur das Bild durch die Nachrichten.“

In dem 30-minütigen Film, der am Mittwoch im katholischen Pfarrheim in Hohenhameln für alle Interessierten gezeigt wird, präsentiert Bohsas, der von Beruf Kameramann ist, ein Werk über Syrien und Damaskus abseits der Kriegsbilder und der schrecklichen Zerstörung. Selber aufnehmen konnte er die gezeigten Sequenzen und Fotos zwar nicht, doch einen passenden Eindruck vermitteln sie trotzdem.

„Wir haben den Film bereits dreimal der Öffentlichkeit vorgeführt. In den Momenten danach war es schwierig, die richtigen Worte zu finden“, schildert Seifer ihre Eindrücke. „Man bekommt wirklich ein Bild davon, was die Flüchtlinge alles aufgeben um ein Leben in Sicherheit zu leben - das ist vielen wirklich nicht bewusst.“

Auch Bohsas ist es so ergangen. „Ich habe nie daran gedacht, einmal nach Deutschland zu kommen“, berichtet er, doch herrschenden Umstände, auch durch seinen Beruf als Fernsehkameramann, ließen dem Syrer keine andere Wahl. Seit mehr als einem Jahr hat er keinen Kontakt zu seiner Frau und den zwei Töchtern, die nach wie vor in Syrien leben.

Mit seinem Dokumentarfilm möchte Bohsas nun dazu beitragen, dass „sich beide Seiten einfach besser verstehen“, zudem möchte er helfen, die Angst vor Flüchtlingen, die er im Grundsatz nachvollziehen kann, zu mindern.

Nun besteht also in Hohenhameln die Chance, einen Einblick von einem Land zu bekommen, das vielen möglicherweise weit weg erscheint, dessen unmittelbare Nähe durch die aktuelle politische Situation jedoch allgegenwärtig ist.

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