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Federleichtes Spiel und warme Klangfarben

Hohenhameln Federleichtes Spiel und warme Klangfarben

Hohenhameln. Ein begeisterndes Konzert spielte am Wochenende das Ensemble Collegium Musicum aus Hildesheim in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln.

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Ein anmutiges und begeisterndes Konzert spielte das Collegium Musicum Hildesheim jetzt in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln.

Quelle: im

In medias res: Aus einem zarten, schwebenden Pianissimo heraus entwickelte das Ensemble im zu Beginn gespielten „Adagio for Strings op.11“ von Samuel Barber seine ganze Klangfülle, gepaart mit hochgradiger und funktional differenzierender Musikalität.

Für dieses belebende Fundament zeichnet als umsichtiger Leiter Jochen Arnold verantwortlich, der als Direktor des Michaelisklosters und Honorarprofessor für Kirchenmusik in Hildesheim inzwischen zahlreiche instrumentale und vokale Ensembles dirigiert. Vor allem seine jederzeit inspirierende und damit motivierende Mimik bildete eine ideale Voraussetzung für die großartige musikalische Leistung des Collegium Musicum Hildesheim.

Im Zentrum des knapp 90-minütigen Programms stand das Cellokonzert C-Dur von Joseph Haydn, bei dem sich mit Sabine Lauer aus Hannover eine vorzügliche Solistin präsentierte. Mit gekonnter Bogentechnik gelangen ihr scheinbar spielerisch schwerste Läufe durch alle Lagen. Gleichzeitig ließ sich die Solistin auf der anderen Seite vom luftig-weichen Thema des Adagio auch zu besonders innigem, ja geradezu leidendem Spiel hinreißen. Insbesondere in den Kadenzen, die Benjamin Britten verfasste, bewies sie mit den sich reibenden Doppelgriffen oder solistischen Sechzehntelläufen ihre hohe und vor allem variationsreiche Kunst am Cello.

In diesem Solokonzert übernahm das prächtig besetzte Orchester selbstbewusst eine eigenständige Rolle - sollte aber in den Passagen, in denen es die Solistin mit knapper Akkordik zu stützen sucht, zu einer eher dienenden Funktion zurückfinden. Denn selbst der fast bittend auf den Mund gelegte Zeigefinger des Dirigenten sorgte beim Orchester nicht für das gewünschte und zweckmäßige Pianissimo.

Dagegen entwickelten sich Jochen Arnold und sein Ensemble in Franz Schuberts Sinfonie Nr. 5 B-Dur zu einer großartig musizierenden Einheit. Die dynamische Vielfalt der Musiker überzeugte, das motivisch kanonische Musizieren gelang äußerst präzise, die kompositorisch vorgegebenen Wechsel der instrumentalen Klangfarben erfüllten warm und wohltuend den Raum der Hohenhamelner Kirche.

Es versteht sich von selbst, dass die begeisterten Zuhörer das Ensemble erst nach einer ausgiebigen Zugabe entließen.

hl

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