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"Es ist alles weg": Nach dem Brand stehen die Betroffenen vor dem Nichts

Hohenhameln-Bierbergen "Es ist alles weg": Nach dem Brand stehen die Betroffenen vor dem Nichts

Bierbergen . Ihr Hab und Gut ist verbrannt, verrußt, vom Löschwasser durchweicht: Bei dem verheerenden Feuer in Bierbergen am Freitagabend haben sechs Menschen ihre Wohnungen verloren. "Es ist alles weg", sagt Sylvia Krause. "Man kann sich nicht vorstellen, was das für ein Gefühl ist", ergänzt ihre Mutter Helga Schubert. Die Solidarität mit den Betroffenen ist riesig. Kollegen, Nachbarn und Freunde haben ihnen bereits Kleidung und Spielzeug geschenkt, andere sammeln Geld.

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Nach dem Brand erhalten Sylvia Krause und ihre Tochter Arwen Susann viel Unterstützung: Das Kuscheltier ist ein Geschenk von Bekannten.

Quelle: sur

„Es ist beeindruckend, wie viele uns Hilfe angeboten haben“, sagt Krause. „Ich weiß gar nicht, wie ich mich dafür bedanken soll.“

Ihre Wohnung ist völlig zerstört, durch das gewaltige Loch im Dach kann man vom Flur aus direkt in den Himmel schauen. Im zweiten Stock wohnte Krause mit ihren Kindern Arwen Susann (8) und Jonah (12), in der Wohnung darunter lebten ihre Mutter und ihr Stiefvater. Die dritte Wohnung war an eine junge Frau vermietet.

Als der Brand ausbrach, war zum Glück fast niemand zu Hause. „Wir waren übers Wochenende weggefahren“, sagt Krause. „Nicht auszudenken, was sonst passiert wäre.“ Das Zimmer ihrer Tochter grenzt direkt an den Balkon, auf dem das Feuer ausbrach - ausgelöst wahrscheinlich von einer Himmelslaterne (PAZ berichtete). Am Freitagabend war lediglich Krauses Stiefvater daheim sowie die Krankenschwester, die ihn betreut - er liegt seit zwei Jahren im Wachkoma und wird zu Hause gepflegt. Die Feuerwehrleute konnten ihn retten, derzeit wird er im Krankenhaus versorgt.

Die anderen fünf Brandopfer sind inzwischen bei Verwandten untergekommen. Helga Schubert ist zu ihrer Tochter nach Müden an der Aller gezogen, ihren Mann will sie so bald wie möglich zu sich holen.

Möglichst schnell wollen Schubert und Krause auch in ihr Haus in Bierbergen zurückkehren. Derzeit ist es allerdings unbewohnbar, und noch ist unklar, ob es saniert werden kann oder abgerissen und neu aufgebaut werden muss. Beides wird lange dauern. Bis es so weit ist, brauchen die Brandopfer eine neue Wohnung, Möbel, Kleidung und Spielzeug. „Wir hoffen nur, dass die Versicherung bald zahlt“, sagt Krause. „Und dass wir bald wieder zurück können - das ist doch unser Zuhause.“

sur

Spenden-Aktion für die Brandopfer

Von der Versicherung haben Schubert und Krause bisher noch kein Geld bekommen – aber viele sammeln Spenden für die Brandopfer.

Etwa die zwölfjährige Nina Belte aus Bierbergen, die Krauses Kinder Jonah und Arwen Susann kennt. Mit vier Freunden war sie am Dienstag im Dorf unterwegs und hat um Spenden für die Familie gebeten. „Wir haben schon über 300 Euro gesammelt“, sagt Nina. Heute wollen die Jugendlichen noch einmal losziehen.

Auch Helga Schuberts Chefin Plonja Nickell, die die Laurentius-Apotheke in Hohenhameln führt, will den Betroffenen helfen. „Wir stellen eine Spendendose in der Apotheke auf und ich schreibe meine Geschäftspartner an und bitte um Unterstützung“, kündigt Nickell an. Mit ihren Mitarbeitern hat sie gestern schon zusammengelegt, sie wollen 1000 Euro auf ein Spendenkonto überweisen, das der DRK-Kreisverband Peine eingerichtet hat.

„All das Geld, das bis zum 30. April unter dem Kennwort ‚Brandopfer Bierbergen‘ auf dem Konto eingeht, wird den drei betroffenen Haushalten zu je einem Drittel zur Verfügung gestellt“, sagt Reinhard Liechti, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Peine.

  • Spendenkonto des DRK: Kontonummer 159 889, Bankleitzahl 252 500 01, Kreissparkasse Peine, Kennwort: „Brandopfer Bierbergen“

sur

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