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Erwin zieht nach Irland

Bierbergen Erwin zieht nach Irland

Bierbergen. Wer in den letzten 20 Jahren nach Bierbergen fuhr, sah ihn über dem Ort thronen: Erwin. Doch für die Erste Windenergieanlage im Landkreis, abgekürzt in Anlehnung an die Anfangsbuchstaben eben Erwin genannt, ist nun Schluss: Sie wurde zurückgebaut und soll bald in Irland Strom produzieren.

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Familie Zimmermann vor der Windenergieanlage Erwin.

Quelle: oh

Im Jahr 1992 war die Bierberger Familie Zimmermann im Urlaub auf der Insel Föhr. „Mein Mann Roland hat dort zum ersten Mal ein Windrad gesehen und sich sofort in die Idee verliebt, auch eins in Bierbergen zu bauen“, erzählt Karin Zimmermann. „Seitdem gab es kaum ein anderes Thema bei uns.“ Zurück aus dem Urlaub suchten sich die Zimmermanns mehrere Mitstreiter, zu siebt wurde die Anlage letztlich geplant, gebaut und 1993 eingeweiht. „150 000 Mark hat der Bau damals gekostet“, erzählt Zimmermann.

Ohne Flügel war die Anlage, die recht nah an den Ort gebaut wurde, 30 Meter hoch. Sohn Philip Zimmermann erinnert sich: „Mein Bruder und ich haben oft auf der Baustelle gespielt, als Erwin gebaut wurde. Damals war das ein Riesending. Und er hat das Ortsbild geprägt. Heute sind allein die Flügel von Windkraftanlagen doppelt so groß. Und die Leistung hat sich verzwanzigfacht.“

Erwin habe sich dennoch gerechnet. „Er ist 20 Jahre fast störungsfrei durchgelaufen. Außer den ganz normalen Wartungen und ein paar Reparaturen war da nichts“, sagt Philip Zimmermann. Bis vor einem Monat: Da wurde Erwin abgestellt, wenig später zurückgebaut. Grund: eine Repowering-Maßnahme.

„Die Windräder werden immer größer und müssen immer mehr Abstand voneinander haben. Neue, große Windräder kann man oft nur dann bauen, wenn viele kleine abgebaut werden. Dann gibt es einen Repowering-Bonus“, erklärt Karin Zimmermann. „Unseren Erwin zu verkaufen, fiel uns schwer. Aber da 20 Jahre um sind, wäre eine neue Betriebsgenehmigung nötig geworden. Und die Befürchtung, dass bald doch mal eine größere Reparatur ansteht, war nach so vielen störungsfreien Jahren natürlich auch da.“

Doch statt Erwin verschrotten zu lassen, verkaufte der neue Besitzer ihn weiter nach Irland. „Dort soll er wieder aufgebaut werden. Wir freuen uns total, dass er dort weiter erneuerbare Energie erzeugen wird“, sagt Karin Zimmermann. „Aber irgendwas fehlt ohne ihn.“

js

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