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Erstklassiges Konzert: Shilkloper und Lerman Chamber

Hohenhameln Erstklassiges Konzert: Shilkloper und Lerman Chamber

Hohenhameln. Humorvoll eröffnete Arkady Shilkloper mit dem Eingangsstück „Alpine Trail“ sein erstklassiges Konzert in der gut gefüllten St.-Laurentius-Kirche. Beim Publikum kam es sehr gut an.

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Das große Alphorn bildete den kennzeichnenden Rahmen des vielseitigen Programms, das in der Hohenhamelner Kiche dargeboten wurde.

Quelle: rb

Erst spontan einsetzender Beifall „ermöglicht“ die Werkfortsetzung, bei der sich eines der besten Kammerorchester Russlands dazu gesellt, das hochklassig musizierende Lerman Chamber Orchestra unter der umsichtigen Leitung von Igor Lerman.

Das große Alphorn - „ein Holzblasinstrument aus Fichte“, wie Arkady liebevoll erläutert - bildet den kennzeichnenden Rahmen eines vielseitigen Programms, das die Ansprüche barocken und klassischen Musizierens mit der Spielfreude und Umsetzung zeitgenössischer Werke verknüpft. Immer wieder wechselt Arkady die Solo-Instrumente und präsentiert sich ebenso auf dem kleinen Alphorn, dem konzertanten Waldhorn und der Trompete als Meister seines Faches: Gepaart mit außerordentlicher Fingerfertigkeit und allen Facetten der körperlichen Spieltechnik durch Lippen, Zunge und Rachenraum entstehen Hörgenüsse, die faszinieren und die Einzigartigkeit des Konzerts versinnbildlichen.

Sehr plastisch sind die Korrespondenzen zwischen Solist und Orchester. Dabei kann der Zuhörer im „Winter“ aus „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi das motivische Wechselspiel einschließlich seiner gekonnten Abphrasierungen ebenso staunend verfolgen wie die rhythmisch pointierten Passagen im „Prelude in E-minor“ des Zeitgenossen Vyacheslav Gorsky. Und oft leitet Arkady das Werkende mit einer künstlerisch frappierenden Kadenz ein.

Das Kammerorchester musiziert in seiner feinen, homogenen Besetzung auf einem extrem hohen Niveau, das von Konzertmeister und Solist Denis Sattarov in Peter Tschaikowskys „Dance Russe“ aus dem Ballett „Schwanensee“ nochmals getoppt wird; und technisch in jeder Phase brillant, avanciert das „Pezzo capriccioso“ vom selben Komponisten zu einem leidenschaftlich-authentischen Klanghöhepunkt mit spieltechnischen und vor allem dynamisch-espressiven Gipfeln. Jeder kann jetzt nachvollziehen, weshalb Gerhard Hummer als Inszenator und Spiritus Rector des Abends sein Soßmarer Domizil gegen die Größe und dienende Akustik der Kirche eingetauscht hat.

Er selbst leitet denn auch seinen Gemischten Chor Bierbergen/Soßmar, der nicht nur die russischen Gäste beherbergte, sondern inmitten des Programms (mit Orchester) Mozarts „Ave verum“ passend zum Kirchenjahr intoniert.

Zwei wegen der frenetischen Standing Ovations notwendige Zugaben krönen das Ende - dankbare „Ausflüge“ zu den Beatles und in den Jazz.

hl

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