Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Equorder Teiche: Bürger sahen Akten des Landkreises durch - und erheben Vorwürfe

Equord Equorder Teiche: Bürger sahen Akten des Landkreises durch - und erheben Vorwürfe

Equord/Peine. Das Umkippen des Gill- und des Kuhteiches in Equord und die Sanierung sind noch immer Gesprächsstoff in der Ortschaft. Der stellvertretende Ortsbürgermeister Günter Strube, die Bürger Jürgen und Renate Rehnelt sowie Dr. Reiner Theunert von der Bürgerinitiative für Umweltschutz haben jetzt die Akten des Landkreises zum Umweltdrama eingesehen - und erheben erneut schwere Vorwürfe.

Voriger Artikel
Einbrecher auf Firmengelände in den Ackerköpfen
Nächster Artikel
Virtuos und vielseitig: Harfenistin Braga trat im Kultursalon auf

Nahmen wegen der Teiche nun Akteneinsicht beim Landkreis (v.l.): Equords stellvertretender Ortsbürgermeister Günter Strube, Jürgen Rehnelt und Dr. Reiner Theunert. Nicht auf dem Bild ist Renate Rehnelt.

Quelle: oh

Jeder Bürger hat gemäß des Umweltinformationsgesetzes das Recht, bei Behörden Akteneinsicht zu verlangen. „Wir bekommen vom Landkreis entgegen früherer Versprechungen seit November fast keine Informationen mehr“, sagt Günther Strube. „Also müssen wir uns die Informationen selbst holen.“

Anlass seien letztlich mehrere „heimlich durchgeführte Maßnahmen“ des Landkreises gewesen: Die Öffnung der Wasserrückhaltungssperren Ende des vergangenen Jahres, der Stopp der Pumparbeiten am Kuhteich sowie die Untätigkeit beim Kammmolch-Laichgewässer.

„Zirka drei Stunden haben wir die vorgelegten Akten durchforstet und seitenweise Notizen gemacht“, schildert Renate Rehnelt. Zwar dauere die Analyse der Infos noch an, schon jetzt lasse sich aber einiges feststellen: „Die stets wiederholte Behauptung des Landkreises, dass der Kuhteich völlig verschlammt sei und dies mit zu dem massenhaften Fischsterben geführt habe, ist unhaltbar“, heißt es einer Pressemitteilung der Gruppe. Die Entscheidungen des Kreises in Bezug auf die Kuhteich-Sanierung entbehre der wissenschaftlichen Grundlage: „Trotz eines gesetzlichen Verdünnungs- und Vermischungsverbots bei der Sanierung von Gewässern veranlasst der Landkreis, dass der Kuhteich wieder vollläuft.“

Aufschlussreich sei auch die Aktenlage in Bezug auf das Amphibiengewässer: Bisher sei trotz eines anderslautenden Vermerks „offenkundig nichts geschehen“. Die Vierergruppe fordert, dass der Landkreis endlich „seine Zusagen einlöst und eine vollständige Sanierung der Gewässer veranlasst“. Die Zuordnung von Verantwortlichkeiten und Kosten müsse danach geregelt werden. „Das Frühjahr steht vor der Tür, und die Tiere werden aus dem Winterschlaf in ihre angestammten Teiche zurückkehren. Bis dahin muss die Sanierung durchgeführt sein, um ein weiteres Tiersterben zu vermeiden.“

js

Info - Der Landkreis widerspricht den Bürgern vehement: Landkreissprecher Henrik Kühn widerspricht den Darstellung vehement: „Die in der Anfrage erwähnten Aussagen entsprechen nicht dem Stand der Erkenntnisse und Geschehnisse.“ Es dränge sich der Eindruck auf, dass das „Vorgehen der Akteure zum Teil von Wahlkampfgetöse im Vorfeld der anstehenden Bürgermeisterwahl geprägt ist“. Korrekte Informationen seien von Gemeinde und Landkreis unter anderem per Hauswurfsendung zur Verfügung gestellt worden. Sofern dies gewünscht sei, „bieten wir unsere Mitarbeit auch für künftige Infoblätter gern an“. Auch in Bezug auf die Öffnung der Rückhaltesperren widerspricht Kühn. Erst „nachdem in Untersuchungen kein kontaminiertes Löschwasser mehr auf dem Gelände des Recyclinghofes identifiziert werden konnte“, sei die Vorflut wieder geöffnet worden. Der Kuhteich sei soweit abgepumpt worden, bis die „vorgesehene Schlammräumung im Bereich des Zulaufes vorgenommen werden konnte. Ein weiteres Abpumpen war nicht erforderlich.“ Der Kammmolch-Teich sei entgegen der Behauptungen umgehend gereinigt worden. „Analysen haben die Schadstofffreiheit belegt.“ Der Schlamm der Teiche werde abschließend auf Stoffe untersucht, die ihre Ursache im Brand auf dem PEG-Gelände gehabt haben könnten: „Beim Gillwegteich erfolgt dies, um die weitere Vorgehensweise bei der Sanierung festlegen zu können, beim Kuhteich zum Nachweis der Schadstofffreiheit.“

js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung