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Equord: Bürger stellten auf eigene Faust Warnschilder auf

Hohenhameln Equord: Bürger stellten auf eigene Faust Warnschilder auf

Equord. Die Equorder machen sich große Sorge um ihre Gesundheit - und das wegen des Brandes der Recycling-Anlage in Stedum. Nach dem Feuerwehreinsatz hatte kontaminiertes Löschwasser die Gewässer in Equord stark verunreinigt. Vor allem betroffen sind zwei Teiche im Dorf (PAZ berichtete mehrfach).

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So ein Warnschild wurde in Equord aufgestellt.

Quelle: A

„Die Behörden wurden von uns mehrfach aufgefordert, die betroffenen Gräben und Teiche mit Warnhinweisen zu versehen“, sagt Jürgen Rehnelt gegenüber der PAZ. Unter anderem sei das in der Ratssitzung am 26. September vor zahlreichen Zeugen nachdrücklich geschehen.

„Auch mehr als 14 Tage nach der Katastrophe sind die Behörden nicht tätig geworden“, moniert Rehnelt. Nun sind Bürger selbst aktiv geworden. Sie haben auf eigene Rechnung Absperrband gekauft und Warnhinweise angefertigt. Beides wurde entlang des Grabens, der von der Brandstelle nach Equord führt, und am Kuhteich angebracht.

Die Bürger sehen die Gefahr, dass sich Restmengen der noch in den Gräben befindlichen möglicherweise giftigen Stoffe mit dem Regenwasser vermischen und wieder in größeren Mengen auftreten. „Insbesondere Kinder und Tiere sollten deshalb nach unserer Einschätzung von den Gewässern fern gehalten werden. Das gilt für das gesamte Grabensystem und die betroffenen Teiche“, sagt Rehnelt.

Der mitten im Dorf liegende Kuhteich sei besonders augenfällig, da dort schon seit Tagen Hunderte tote Fische im Wasser treiben und in Verbindung mit dem verseuchten Wasser bestialisch stinken.

„Wir gehen aufgrund unserer Einschätzung davon aus, dass keine akute Gefährdungslage vorliegt und daher eine Absperrung des Bereiches nicht erforderlich ist“, sagt Kreis-Sprecherin Katja Schröder bezüglich der Aktivitäten der Bürger.

Die Analyse-Ergebnisse lägen dem Landkreis noch nicht vollständig vor. Derzeit werde davon ausgegangen, dass bei der für Donnerstag geplanten Informations-Veranstaltung (siehe Textende) Näheres hierzu gesagt werden kann.

Bezüglich des Kuhteiches habe sich die zuständige Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG) kurzfristig mit dem Pächter beziehungsweise dem Eigentümer des Teiches in Verbindung gesetzt. Die toten Fische sollen heute entfernt werden.

In einer Pressemitteilung informierte der Landkreis gestern über den aktuellen Stand in Equord. Das Absaugen des Schlamm-Wassergemisches aus dem Teich am Gillweg werde fortgeführt. „Es wird regelmäßig weiter abgefahren“, versichert Kreis-Sprecherin Katja Schröder. Etwa 400 000 Liter seien bisher abgepumpt worden. Im Anschluss an diese Arbeiten soll der Schlamm des Teiches beprobt werden. Zudem seien gestern erneut Luftmessungen an beiden Teichen durchgeführt worden. „Die Reinigung der betroffenen Fließabschnitte wird fortgeführt, und die Gewässer werden weiterhin beprobt“, ergänzt Schröder.

Außerdem werde die PEG als reine Vorsichtsmaßnahme im Bereich der Rauchfahne des Brandes, also östlich von Stedum, die Entnahme von Boden- und Rübenblattproben auf den Ackerflächen veranlassen. Zudem wurden gestern die Äpfel am Rande des Teiches am Gillweg beprobt, heißt es.

Eine Informationsveranstaltung des Landkreises findet am Donnerstag, 10. Oktober, ab 18 Uhr im Mehrzweckgebäude in Equord, Hämelerwalder Straße 14, statt. Außerdem wurde unter der Rufnummer 05128/94120 bei der PEG ein Servicetelefon eingerichtet.

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