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Energiewende lokal: Hohenhamelner Firma erzeugt Strom und Wärme selbst

Hohenhameln Energiewende lokal: Hohenhamelner Firma erzeugt Strom und Wärme selbst

Hohenhameln. Strom wird teurer, Heizgas auch - über steigende Energie-Preise wird derzeit viel geschimpft. Die Hohenhamelner Firma E&U hat das Problem nicht: Sie produziert Strom und Wärme für ihr Bürogebäude einfach selbst - und das schon seit zehn Jahren.

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Selbstversorger in Sachen Energie: Der Strom für das Firmengebäude von E&U kommt vom Dach, die Heizungswärme aus der Erde.

Quelle: oh

Eine Gasrechnung hat die Firma noch nie bekommen, und auf der Stromrechnung steht am Ende des Jahres ein dickes Plus - weil die Photovoltaikanlage auf dem Dach deutlich mehr Strom erzeugt, als in den Büros verbraucht wird. „Mit steigenden Stromkosten haben wir kein Problem“, sagt Geschäftsführer Lothar Borchel.

Vor mehr als zehn Jahren wurde das Firmengebäude im Hohenhamelner Gewerbegebiet errichtet - mit 30 Zentimeter dicken und doppelt gedämmten Wänden, Solaranlage auf dem Dach und Wärmepumpe im Garten. „Alle Heizungsplaner haben damals gesagt, das funktioniert nicht. Aber wir haben uns darüber hinweggesetzt“, sagt Borchel. „Wir wollten zeigen, was möglich ist.“ Seine Gesellschaft für Energie und Umweltdienstleistungen (E&U) plant und baut Windanlagen, treibt so die Energiewende voran - da passt es zur Firmenphilosophie, dass in den Büros kein Kohlendioxid anfällt, weil die gesamte Energie aus erneuerbaren Quellen stammt.

Strom und warmes Wasser kommen vom Dach, die Wärme für die Fußbodenheizung kommt aus der Erde. Im Garten wurden dafür drei 50 Meter tiefe Löcher gebohrt. Die Wärmepumpe pumpt kaltes Wasser in den Boden und erwärmtes Wasser wieder nach oben. 50 Meter unter der Erde ist es auch im tiefsten Winter zwei bis drei Grad wärmer als an der Oberfläche, sagt Borchel. „Diese Energie reicht aus, um Heizungswasser bis 50 Grad zu erwärmen.“ Und im Gebäude ist es mollig warm - auch an einem sechs Grad kalten Novembertag.

Die Solaranlage ist an solch trüben Tagen allerdings nicht in Topform. „Im Winter müssen wir Strom zukaufen - Ökostrom selbstverständlich“, sagt Borchel. „Aber übers Jahr gerechnet produzieren wir mehr, als wir verbrauchen.“ Die Firma nimmt damit also sogar Geld ein. Und das, obwohl die Wärmepumpe mehr als doppelt so viel Strom frisst, wie alle Computer und sonstigen Geräte im Büro zusammen benötigen.

„In zwei, drei Jahren können wir den Strom, der im Sommer zu viel erzeugt wird, auch für den Winter speichern“, ist Borchel überzeugt. Sobald die Batterie-Technik ausgereift genug sei, „rüsten wir um“.

sur

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