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"Eine bessere Welt für unsere Enkel schaffen"

Hohenhameln "Eine bessere Welt für unsere Enkel schaffen"

Hohenhameln. Die Umwelt schützen und dabei noch Geld verdienen: Das ist das Konzept der Bürger-Photovoltaik-Genossenschaft Hohenhameln. Vor gut drei Jahren wurde sie gegründet, bald bekommen die Mitglieder erstmals Geld ausgezahlt - deutlich früher, als der Vorstand erwartet hatte.

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Der Vorstand (v.l.): Karl-Heinz Schröder, Karl Rasch und Gerhard Bankes.

Quelle: sur

Das Prinzip ist einfach: Die Genossenschaft sammelt bei ihren Mitgliedern Geld ein und investiert es in Solaranlagen, die auf gepachteten Dächern gebaut werden. Zwischen 500 und 10000 Euro können die Hohenhamelner einzahlen - jeder gibt, soviel er will und kann. In den vergangenen drei Jahren hat die Genossenschaft bereits eine sechsstellige Summe wurde investiert, ihre drei Anlagen, die erzeugen zusammen rund 57000 Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Das Geld, was die Genossenschaft mit dem Verkauf des Sonnenstroms verdient, verteilt sie an ihre Mitglieder. In diesem Jahr wird erstmals eine Dividende ausgeschüttet - früher als erwartet, denn eigentlich war die erste Dividende für Mitte 2014 geplant. „Aber die Zahlen sehen bislang so gut aus, dass es wohl anderthalb Jahre eher geht als gedacht“, sagt Vorstandsmitglied Karl Rasch. Entschieden wird darüber bei der Generalversammlung im April. Genaue Zahlen stehen noch nicht fest, „aber wir streben drei Prozent Dividende an“, sagt Rasch. Das ist mehr, als es derzeit beispielsweise als Zinsen aufs Girokonto gibt: „Wenn Sie ihr Geld zur Bank bringen, kriegen Sie vielleicht 1,5 Prozent“, sagt Gerhard Bankes, der ebenfalls zum Vorstand der Genossenschaft gehört.

Geld zu verdienen ist aber nicht das einzige Ziel: Viele der derzeit 38 Mitglieder sind leidenschaftliche Umweltschützer - besonders jene, die von Anfang an dabei sind und wussten, dass sie in den ersten Jahren keinen Gewinn machen würden. „Wir wollen eine bessere Welt schaffen für unsere Kinder und Enkel“, sagt Karl-Heinz Schröder, der dritte im Vorstand. „Für unsere Zukunft ist es das wichtigste, weg zu kommen von den fossilen Energieträgern.“

Auch wenn die Genossenschaft noch klein ist: Auf lokaler Ebene trägt sie schon ihren Teil zur Energiewende bei. „Jeder, der ein Umweltgewissen hat, kann sich hier engagieren“, sagt Schröder - und nicht nur dann, wenn das eigene Dach groß genug ist für eine Solaranlage und genug Geld auf dem Konto, um die Kosten allein zu tragen.

In Hohenhameln gibt es noch etliche Dächer, auf denen sich viel Sonnenenergie „ernten“ ließe - Rasch, Schröder und Bankes haben bereits einige im Blick. Ob in diesem Jahr weitere Anlagen gebaut werden, hängt allerdings davon ab, wie viele neue Mitglieder hinzu kommen. Anleger werden ständig gesucht - und ihr Geld kommt so schnell wie möglich aufs Dach.

Wer der Genossenschaft beitreten will oder noch Fragen hat, kann sich an den Vorstand wenden: Karl Rasch ist unter Telefon 05128/5604 zu erreichen, Gerhard Bankes unter 05128/7320 und Karl-Heinz Schröder unter der Nummer 05128/7754.

sur

Sonnenenergie boomt – und lässt sich bald speichern

Die Solarenergie boomt hierzulande weiter: Die rund 1,3 Millionen Sonnenstromanlagen deckten 2012 rechnerisch den Jahresstromverbrauch von acht Millionen Haushalten – und damit von so vielen wie nie zuvor. Verglichen mit dem Vorjahr sei das ein Plus von etwa 45 Prozent, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mit. Der Anteil der Solartechnik an der Stromversorgung habe sich in drei Jahren vervierfacht, gleichzeitig habe sich der Preis neuer Solarstromanlagen halbiert. Inzwischen könne Energie mit einer eigenen Solarstromanlage deutlich günstiger erzeugt als vom Stromversorger bezogen werden, erklärte der Verband.

Für das vergangene Jahr zeichnet sich ein Ausbaurekord an Solarstromanlagen ab, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung gestern unter Berufung auf Daten der Bundesnetzagentur. Allein von Januar bis November sind danach neue Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von mehr als 7300 Megawatt an das öffentliche Stromnetz angeschlossen worden. So viele neue Anlagen seien in elf Monaten noch nie installiert worden.

Für 2013 erwartet der Branchenverband einen verstärkten Einsatz von Batteriespeichern, mit denen sich Solarenergie zeitversetzt nutzen lässt. Sonst steht Solarstrom nur tagsüber zur Verfügung, wenn die Sonne scheint.

Bund und Länder hatten im Sommer beschlossen, dass die Förderung von Solarenergie bei einer installierten Leistung von 52000 Megawatt auslaufen soll. Dieser Wert könnte schon bis 2015 erreicht sein.

dpa/sur

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