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Eine 2000 Jahre alte Zisterne ist das Prunkstück im Museum

Algermissen Eine 2000 Jahre alte Zisterne ist das Prunkstück im Museum

Algermissen. Ein schwarzes, hölzernes Ungetüm ist das Prunkstück im Heimatmuseum Algermissen. „Es sind die außergewöhnlich gut erhaltenen Überreste einer Zisterne aus dem Jahr 10 nach Christus“, erklärt Heimatpfleger Gerhard Schütte stolz. „Das Holz ist dendrologisch untersucht und fachmännisch konserviert worden.“ Es handele sich um das älteste Holzbauwerk in Niedersachsen.

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Ortsheimatpfleger Gerhard Schütte in der original erhaltenen Apotheke von 1863.

Quelle: sz

Ebenso kann das Teilstück einer 400 Jahre alten Holzwasserleitung besichtigt werden. Fehlen darf in der ehemaligen Schule auch ein Klassenzimmer aus dem 19. Jahrhundert nicht. „Unser Dorf Algermissen“ steht auf dem Lehrerpult vor den Holzbänken, an denen frühere Generationen Lesen, Schreiben und Rechnen lernten. „Das ist für ein Heimatmuseum eine absolute Rarität“, schwärmt Schütte.

Gleich hinter dem Eingang des kleinen Museums stehen drei Papmachéköpfe, die die Mitglieder der Junggesellschaft in den 30er-Jahren beim Fastnachtsumzug trugen, dahinter wartet ein Pferdeschlitten mit Glockengeläut, in dem Schaufensterpuppen in der Kleidung der Kaiserzeit sitzen. „Damit sind damals die Menschen in Algermissen herumgefahren, wenn Schnee lag“, erläutert Schütte. Weitere Höhepunkte: eine original erhaltene Apotheke von 1863, in der der Heimatpfleger einen deftigen Pistill zum Zerkleinern der Medikamente zeigen kann, und eine Küche von anno dunnemals, in der statt eines Einkaufszettels Merktafeln mit verschiebbaren Knöpfen zum Notieren ausgegangener Lebensmittel hängt.

Besucher stoßen auf allerlei interessante und absonderliche Ausstellungsstücke: Etwa einen Wurstebock mit appetitlich aussehenden Würsten, die der Heimatverein mit gefärbtem Sägemehl gefüllt hat, einen 250 Jahre alten Brauereitrog und eine Schuhmacherwerkstatt. Dazu finden sich Löschutensilien, Musikinstrumente, Plakate aus der glanzvollen Algermisser Fußballgeschichte oder eine alte Holzwaschmaschine mit Elektromotor. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Heimatkundler.

sz

INFO - Mit dem Fahrrad zum Museum:

- Anfahrt: Der Weg nach Algermissen und zurück ist nicht weit und landschaftlich reizvoll. Von Hohenhameln beträgt eine Strecke rund 7 Kilometer, etwa eine halbe Stunde bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 15 Stundenkilometern. Der Weg führt am Sportplatz Hohenhameln vorbei Richtung Osten und dann in Sichtweite von Clauen ein Stück die L 411 entlang, bevor es am Dorbecksgraben entlang nach Algermissen geht. Schöne Aussicht ist bei gutem Wetter garantiert.

- Öffnungszeiten: Das Heimatmuseum Algermissen, Neue Straße 10, ist nur bei Sonderausstellungen und nach Absprache geöffnet. Willkommen sind Vereine und Verbände ebenso wie Freundeskreise und Familien. Führungen müssen vorab vereinbart werden.

- Angebot: Auf Wunsch und nach vorheriger Anmeldung bekommen Gruppen von bis zu 24 Personen Kaffee und Kuchen in der Museums-Cafeteria.

- Kontakt: Ansprechpartner ist Gerhard Schütte. Zu erreichen ist er unter der Telefonnummer 05126/488 sowie per E-Mail an g.schuette@vr-web.de.

sz

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