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Ein neues Baugebiet für Hohenhameln

Hohenhameln Ein neues Baugebiet für Hohenhameln

Hohenhameln. Wer in Hohenhameln ein Haus bauen will, wird derzeit enttäuscht: Im Baugebiet "Hoher Weg" stehen nur noch zwei Grundstücke zum Verkauf, und auch die sind bereits reserviert. Der Ortsrat hat deshalb am Donnerstagabend eine Erweiterung des Baugebiets beschlossen.

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Soll Stück für Stück wachsen: Das Baugebiet „Hoher Weg“ in Hohenhameln.

Quelle: cb

Die Politiker sind sich einig: Hohenhameln braucht dringend neue Baugrundstücke. So sehr drängt die Zeit, dass die Ortsratssitzung extra einen Monat vorverlegt worden ist, um die Entscheidung zu beschleunigen.

Es ist nicht so, dass den Politikern der Mangel an Bauplätzen erst jetzt klar geworden ist. Bereits vor einem Jahr hatten Orts- und Gemeinderat über eine Erweiterung des „Hohen Wegs“ in Richtung Osten diskutiert. 30 Grundstücke auf einmal sollten dort entstehen. „Das wäre richtig teuer geworden für die Gemeinde“, sagt Ortsbürgermeister Achim Henke (SPD). Damals hatten die Politiker beschlossen, das Baugebiet lieber in kleineren Schritten zu erweitern.

Mit dem neuen Plan sind sie vollauf zufrieden: Südlich des Hohen Weges in Richtung Bierbergen sollen langfristig bis zu 65 Bauplätze entstehen, allerdings in mehreren Bauabschnitten. „Wir sollten erst mal nur zehn Bauplätze ausweisen, damit wir nicht darauf sitzen bleiben“, meinte Sören Mävers (SPD). „Schließlich wissen wir nicht, wie sich die Wirtschaft entwickelt und wie lange die Leute noch Geld haben, um Häuser zu kaufen.“

Auch Malte Cavalli (FDP) lobte die Pläne. „Ich hätte mir zwar auch drei bis vier Baulücken im Ort gewünscht, aber wir wissen alle, das wir damit das Problem nicht gelöst hätten“, sagte er. Der letzte Versuch, anstelle eines Neubaugebiets Bauplätze im Ortskern auszuweisen, war katastrophal am Protest der Anwohner gescheitert: Die Politiker wollten einen Spielplatz in Baugrundstücke umwandeln (PAZ berichtete).

Trotz der Freude über das Neubaugebiet: In Hohenhameln stehen auch viele Häuser leer. Der Plan, den Kauf von Altimmobilien zu fördern, ist deshalb nicht vom Tisch - womöglich analog zum „Baukindergeld“, das Familien bekommen, wenn sie ein Neubaugrundstück kaufen. „Wir arbeiten daran“, sagte Henke. „Das ist aber rechtlich nicht ganz einfach.“

Bereits am kommenden Donnerstag, 20. September, berät der Bauausschuss über die Erweiterung des Wohngebiets. Die Sitzung ist öffentlich und beginnt um 18 Uhr im Rathaus.

sur

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