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Ein neuer Boden für die Reithalle

Hohenhameln Ein neuer Boden für die Reithalle

Hohenhameln. Man nehme einen Trecker, 50 Tonnen Sand und eine Lastwagen-Ladung Holzspäne, dazu drei Tage Zeit und viele ehrenamtliche Helfer: Fertig ist der neue Hallenboden in der Hohenhamelner Reithalle.

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Verteilt per Trecker Sand in der Hohenhamelner Reithalle: Ralf Winkelmann vom Reiterhof Stolte aus Haimar.

Quelle: sur

Drei Tage haben die Arbeiter geschuftet, bis der Boden fertig war - viele von ihnen ehrenamtlich. So wie Karl-Heinz Stolte, der zusammen mit Frau und Sohn einen Reiterhof in Haimar betreibt und gute Kontakte zum Reitverein in Hohenhameln pflegt. Er war mit Trecker, Bagger und zwei Helfern vor Ort, um frischen Sand und Holzspäne in der Halle zu verteilen, nachdem der alte Boden ausgebaggert worden war. „Man hilft ja gern“, sagt er.

Den Reitverein freut’s: „Wir sind Familie Stolte sehr dankbar, dass sie ihre Zeit dafür opfert“, sagt Birgit Lodzig vom Vereinsvorstand. „Man darf ja nicht vergessen: Das sind alles Landwirte, die die Maschinen eigentlich für die Ernte brauchen.“ Deshalb arbeiteten die freiwilligen Helfer am Mittwoch bis zum späten Abend, um den Hallenboden fertig zu bekommen - und am nächsten Tag wieder aufs Feld fahren zu können.

Trotz des ehrenamtlichen Einsatzes hat der Reitverein 8000 Euro für den neuen Boden ausgegeben, „vor allem für Material und Maschinenstunden“, sagt Lodzig. Der alte Hallenboden war zehn Jahre lang nicht erneuert, sondern immer nur aufgefrischt worden. „Der musste raus“, sagt Lodzig, „da war zu viel drin, was da nicht reingehört - Pferdeäpfel zum Beispiel.“ Jetzt ist der Belag wieder frisch, die Reithalle wirkt gleich viel heller.

Auch wenn der Hallenboden „nur“ aus Sand und Holzspänen besteht - dahinter steckt ein ausgeklügeltes System. „Der Sand ist lehmhaltig wirkt wie eine Anti-Rutsch-Matte für die Holzspäne“, erklärt Stallmeister Uwe Brennecke. „Und die Späne federn wie weicher Waldboden.“ Das freut nicht nur die Reiter, sondern schont auch die Gelenke der Pferde. Mit der Beregnungsanlage werden die Späne zudem angefeuchtet. „Das ist eine Wissenschaft für sich“, sagt Brennecke. „Zu nass darf es nicht sein, dann rutscht es - und wenn es zu trocken ist, staubt es.“

sur

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