Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Ein Tag in "Klein Panama"

Clauen Ein Tag in "Klein Panama"

Clauen. Eine neue PAZ-Serie beschäftigt sich mit der Kinderbetreuung in der Gemeinde Hohenhameln. Teil 1: Der Kindergarten in Clauen - hier wächst das Obst fürs Frühstück im eigenen Garten.

Voriger Artikel
Hugo Voges ist wieder im Ortsrat
Nächster Artikel
"Die Chance auf einen Radweg geht gegen Null"

Der AWO-Kindergarten „Klein Panama“ in Clauen mit den runden Bauten feiert nächstes Jahr sein 20-jähriges Bestehen.

Quelle: hui

Kinder lieben Bilderbücher - und „Oh, wie schön ist Panama“ von Janosch ist ein echter Dauerbrenner. In Clauen können Kinder zwischen zwei und sechs Jahren immerhin „Klein Panama“ besuchen. So heißt in Anlehnung an das Lieblingsbilderbuch der AWO-Kindergarten am Gallekampsweg 6 - direkt am Ortsrand zur Feldmark.

„Es ist ein Glück, dass hier kein Verkehr ist. Das nutzen wir auch aus und machen draußen Spiele und Picknicks, im Herbst lassen wir dort Drachen steigen“, sagt Kindergartenleiterin Karin Kaevel begeistert. Dabei bietet schon das eigene Außenareal viel Platz und jede Menge Kletter- und Spielmöglichkeiten. Ein überdachter Sandspielplatz gewährt Schutz vor Sonne und Regen, und der kleine Hügel taugt sogar als Rodelberg.

Das Obst von den kindergarteneigenen Apfel-, Birnen-, Pflaumen- und Kirschbäumen und von den Johannes- und Stachelbeersträuchern verarbeiten die Kinder mit Begeisterung in der Kindergartenküche zu Apfelmus, Kuchen und Kompott - wenn sie es nicht gleich frisch aufessen.

In der Erntesaison landet auch einiges davon auf dem Frühstücksbüfett, das jeden Freitag im großen Raum aufgebaut wird. Ihre eigene Brotdose können die Kinder dann zu Hause lassen - für jeden Geschmack ist etwas dabei. „Nach dem Urlaub erzählen uns die Eltern oft ganz stolz, wie toll sich die Kinder mit der Selbstbedienung am Hotel-Büfett auskannten, und dass sie auch vieles Unbekannte probiert hätten“, sagt Kaevel, die damit einige ihrer Ziele erreicht sieht.

Im Rahmen einer gesunden Ernährung finden die Kinder frisches Obst und Gemüse zum Naschen aber nicht nur beim Freitagsbüfett, sondern täglich im Gruppenraum vor. „Viele Eltern sagen, mein Kind isst kein Obst und Gemüse. Ich habe hier noch nicht erlebt, dass jemand nichts davon angerührt hat“, erklärt die Leiterin.

Solchermaßen gestärkt werden die Kinder schließlich auf die Schule vorbereitet: So besuchen die „Schulis“ im letzten Kindergartenjahr regelmäßig die Grundschule in Clauen, wo auch der Vorschulunterricht stattfindet. Auch die Schulpausen verbringen sie dort. Bereits seit vier Jahren gibt es diese Kooperation zwischen Schule und Kindergarten. „Dass sie die Schule und die Lehrerinnen, die Schüler und den Weg kennen und auch wissen, wo das Klo ist, hilft schon, eine Menge Vorbehalte und Ängste abzubauen“, sagt Kaevel. Auch das Feedback der Lehrer ist durchweg positiv.

Dass auch Klein Panama sehr schön ist, beweist die Verbundenheit der Ehemaligen, die gern als Praktikanten in ihren alten Kindergarten zurück kommen oder bei Dorffesten freudig ihre Erzieherin begrüßen, die „Bären-Karin“.

hui

Daten und Fakten

„Klein Panama“ in Clauen

Träger: Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Peine

Leiterin: Karin Kaefel (kommissarisch)

Gründungsjahr: Am 1. Januar 1995 wurde die Kita eröffnet.

Besonderheiten: Partner im Netzwerk „gesunde Kinder“

Anzahl Kinder: 50. Es gibt zwei Gruppen, darunter eine altersübergreifende, in der auch Kinder unter drei Jahren betreut werden.

Freie Plätze: Derzeit sind alle Plätze belegt. Für das Kindergartenjahr 2013/2014, das nach den Sommerferien beginnt, nimmt die Kita noch bis zum 31. März Anmeldungen entgegen.

Betreuungszeiten (ohne Früh- und Spätdienst): 8 bis maximal 14 Uhr (die Kinder werden vier, fünf oder sechs Stunden betreut)

„Rechnerisch reichen unsere Krippenplätze“

Nachgefragt bei Lutz Erwig (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Hohenhameln

Ab August haben Eltern einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz für ihr Kind. Reichen die Betreuungsplätze in Hohenhameln aus?

Wir waren eine der ersten Gemeinden, die die 35-Prozent-Quote erfüllt haben. Derzeit haben wir 60 reine Krippenplätze, dazu kommen altersgemischte Gruppen und Tagesmütter – insgesamt können in unserer Gemeinde 75 Kinder unter drei Jahren betreut werden. Rechnerisch reicht das. Aber wie viele Eltern tatsächlich einen Krippenplatz wollen, ob 35 Prozent oder mehr – das wird sich zeigen. Zumal die Geburtenrate wieder steigt, was erfreulich ist.

Mit der Kinderbetreuung in Hohenhameln beschäftigt sich derzeit ein Arbeitskreis – was wünschen sich die Mitglieder?

Konkrete Ergebnisse gibt es noch nicht, die Beratungen laufen. Es gibt zum Beispiel den Wunsch, die Kita-Gebühren zu senken sowie längere Öffnungszeiten anzubieten und die Kinderbetreuung so flexibel wie möglich zu machen – die Eltern haben ja auch unterschiedliche Arbeitszeiten, und nicht alle Kitas müssen gleichzeitig öffnen.

Warum wurde das nicht schon in die Tat umgesetzt?

Die Öffnungszeiten zu erweitern, hat ja auch Konsequenzen fürs Personal, und längere Arbeitszeiten verursachen höhere Kosten. Das Geld fehlt dann an anderer Stelle in der Gemeinde, zum Beispiel bei den Schulen oder Straßen. Manche Eltern wünschen sich sogar eine 24-Stunden-Betreuung, aber das ist unbezahlbar. Außerdem haben wir nur einen Kindergartenbus. Wenn die Öffnungszeiten flexibler werden, muss der auch ständig hin und her fahren und es wird schwieriger, das zu organisieren. Es gibt also eine Menge zu bedenken.

Interview: Susann Reichert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung