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Ein Selbstversuch im Schützenheim

Mehrum Ein Selbstversuch im Schützenheim

Mehrum. PAZ-Mitarbeiterin Susanna Veenhuis hat das Schießen mit dem Luftgewehr ausprobiert - zum ersten Mal in ihrem Leben. Denn das Schützencorps Mehrum lädt zurzeit zum Schweinepreis-Schießen ein, und auch, wer keine Erfahrung im Umgang mit Kimme und Korn hat, kann dort seine Fähigkeiten auf die Probe stellen.

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Premiere: PAZ-Mitarbeiterin Susanna Veenhuis hält zum ersten Mal ein Luftgewehr in der Hand.

Quelle: rb

Etwas versteckt liegt das Heim des Schützencorps’ Mehrum zwischen Sporthalle und Feuerwehr. Aber bei Betrieb brennt das Leuchtschild über der Eingangstür, und mit diesem Wissen kann man das Schützenheim gar nicht verfehlen.

Heute werde ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Waffe in die Hand nehmen - zählt man meine scharfen Profi-Kochmesser nicht dazu oder das Pfeil-und-Bogen-Set aus der Kindheit. Das Mindestalter für das Schweinepreisschießen ist zwölf Jahre, also kann das ja so schwer nicht sein, denke ich - ups, das Ding heißt zwar Luftgewehr, hat aber doch ein ganz schönes Gewicht.

Vereinsvorsitzender Henry Langer hat mir die überraschend kompakte Sportwaffe vorsichtig übergeben. Noch ist sie nicht geladen. Wenn die Munition im Lauf ist, darf man keinen nervösen Zeigefinger mehr haben. Das Geschoss sieht eher aus wie eine Miniatur-Sanduhr, ist in der Mitte eingeschnürt und erinnert an ein Diabolo - so auch der Name der Geschosse, die mit Pressluft abgefeuert werden.

Angelegt wird auf eine fünf Zentimeter große Pappscheibe in zehn Metern Entfernung. Anlegen darf man wörtlich nehmen, denn das Gewehr wird so auf einem gepolsterten Tisch platziert, dass es genau auf das Ziel zeigt. Zur korrekten Ausrichtung wird es auf zwei Sandsäckchen gelagert. Die Fein-Peilung obliegt dem Schützen, der sitzend mit einem Auge so über Kimme und Korn zielen muss, dass die Zehn im Zentrum der Scheibe möglichst zentriert ist. Dazu gehört, wie ich lerne, nicht nur das scharfe Schützenauge, sondern auch die sprichwörtliche ruhige Hand: Auch wenn der Abzug zum Schießen kaum berührt werden muss, kann jede Bewegung, jeder Atemzug den Lauf minimal verrücken, und dann ist es aus mit dem Schweinepreis.

Als absoluter Neuling darf ich auf zwei Pappstreifen mit je zehn Zielscheiben anlegen - und jeder Schuss ein Treffer ins Schwarze. Das sind die sechs inneren Ringe auf der kleinen Scheibe. Die Schützen und ihr Klubhaus bleiben unversehrt!

Das genaue Ergebnis meiner dilettantischen Bemühungen ermittelt Schießsportleiter Jörg Kinzig an der neuen elektronischen Auswertmaschine mit größter Genauigkeit. Früher wurde das mit einer komplizierten Apparatur aus Spiegel, Stift und Anzeige-Uhr ermittelt. Aber die Mehrumer schießen auch in der Kreisklasse, und um wettbewerbsfähig zu bleiben, war die Neuanschaffung nötig: „Es geht nicht mehr ohne Elektronik“, erklärt Schützenchef Langer.

Das Probeschießen hat Spaß gemacht und meinen Ehrgeiz geweckt. Langer und Kinzig gratulieren mir schließlich: Von 10,9 Punkten habe ich 10,8 erreicht. Wir einigen uns darauf, das Anfängerglück zu nennen.

hui

TERMINE

Wettbewerb läuft noch bis Sonntag

Noch bis einschließlich Sonntag, 27. Januar, lädt das Schützencorps Mehrum die Dorfbewohner zum Schweinepreis-Schießen ein. Jeder Interessierte ist willkommen. Schießzeiten sind heute und morgen jeweils von 19 bis 22 Uhr, am Sonnabend und Sonntag kann zwischen 14 und 18 Uhr geschossen werden. Das Stargeld beträgt 7,50 Euro und beinhaltet ein zünftiges Schlachteessen sowie den ersten Zehnerstreifen, weitere Streifen können für 2,50 Euro unbegrenzt nachgelöst werden. Die besten beiden Teiler zählen, der Sieger bekommt ein halbes Schwein. Die Preisverleihung mit Schlachteessen für alle Teilnehmer findet am Sonnabend, 2. Februar, um 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt.

hui

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