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Ein Löschwagen fährt sich anders als ein Auto?

Hohenhameln Ein Löschwagen fährt sich anders als ein Auto?

Hohenhameln . Ein riesiges Lenkrad, unzählige Spiegel, schwere Ladung - wer einen Feuerwehrwagen fahren will, muss das erst lernen. „Ein Löschwagen fährt sich anders als ein Auto“, weiß der Berufskraftfahrer Wolfgang Lemke. Deshalb gibt er Wehrleuten aus Hohenhameln ehrenamtlich Fahrunterricht. Auch mit drei Frauen aus Harber war er unterwegs - die PAZ war dabei.

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Fahrschule für Feuerwehrleute: Wolfgang Lemke erteilt ehrenamtlich Unterricht. Von links: Judith Ebeling, Jasmin Ebeling, Wolfgang Lemke und Annika Bertram.

Quelle: Janine Kluge

Es rumpelt und wackelt, der Motor knattert monoton vor sich hin - es ist die erste Fahrstunde der drei Harberschen Feuerwehrfrauen im öffentlichen Verkehr. Vorsichtig manövrieren sie das 7,5 Tonnen schwere Löschfahrzeug um die Kurven, beschleunigen, schalten, halten an. „Es ist ganz anders als Autofahren“, sind sich die Feuerwehrfrauen Annika Bertram sowie Jasmin und Judith Ebeling einig. „Aber schwer ist es nicht.“

Eher ungewohnt sei es, das breite Fahrzeug einzuschätzen, sich in den sieben verschiedenen Spiegeln zu orientieren oder die Schaltung mit großem Kraftaufwand zu bedienen. „Daran mussten wir uns erst gewöhnen“, sagt Hauptfeuerwehrfrau Judith Ebeling, während ihre Schwester Jasmin mit dem Schaltknüppel kämpft.

Deshalb besuchte das Trio gemeinsam mit zehn weiteren Feuerwehrleuten aus der Gemeinde ein Seminar mit Lemke. Auf dem Gelände der Zuckerfabrik in Clauen testeten die Teilnehmer in vier Gruppen die verschiedenen Fahrzeuge der Hohenhamelner Wehren. Pylonen wurden umfahren, das Einparken wurde geübt und auch das Rückwärtsfahrten mit einem Anhänger. Zuvor gab Lemke allen Teilnehmern theoretischen Unterricht. „Es ist wichtig, dass die Fahrer auch wissen, was sie im Straßenverkehr machen dürfen und was nicht“, sagt Lemke, der selbst in der Freiwilligen Feuerwehr ist.

Dreimal ist Lemke mit den Fahranfängern auf den Straßen im Landkreis unterwegs - am Tag, in der Nacht und bei der Prüfungsfahrt. Ein Lehrplan, den Lemke selbst erstellt hat. „Fahrstunden sind gesetzlich eigentlich nicht vorgesehen“, so Lemke. Doch die Frauen danken es ihm. „Ich fühle mich dadurch sicherer und es macht viel Spaß mit Wolfgang“, sagt Annika Bertram.

Mit einem Alter von 20 Jahren hat sie gerade so die Zulassung zur Fahrprüfung erhalten. „Es ist Pflicht, dass man mindestens zwei Jahre einen Auto-Führerschein besitzt“, erklärt Lemke, der neben den drei Frauen auch zehn Feuerwehrmänner aus Mehrum, Equord und Hohenhameln schult.

Und wer stellt sich nun besser an? „Es gibt keinen Unterschied“, sagt Lemke diplomatisch und lacht. „Die Männer sind gerade in der Gruppe vielleicht ein bisschen ehrgeiziger. Aber insgesamt kann ich alle Teilnehmer nach dem Abschluss mit ruhigem Gewissen in den Verkehr schicken.“

ju

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