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Ein Feuer, tote Fische - und noch immer Ärger

Der Brand auf der PEG-Deponie 2013 Ein Feuer, tote Fische - und noch immer Ärger

Hohenhameln. Mitten in der Nacht ging der Alarm, da züngelten die Flammen schon in der Lagerhalle der Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG), in dem vor allem gelbe Säcke gelagert waren. Drei Tage sollte es dauern, bis die Feuerwehr auch die letzten Brandnester gelöscht hatte - doch das Drama nahm auch danach kein Ende.

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Die Feuerwehrleute waren im Jahr 2013 damit beschäftigt, den Brand in der PEG-Lagerhalle zu löschen - wenig später folgte ein Umweltdrama.

Quelle: A

Heute jährt sich der Brand zum zweiten Mal - und noch immer sorgen der Großbrand und vor allem seine Folgen für Ärger.

Mehr als 100 Feuerwehrleute waren in der Nacht zum 18. September 2013 im Einsatz. Die Lagerhalle der PEG konnten sie nicht retten, aber zumindest den Brand eindämmen. Erst mit schwerem Gerät gelangen die Löscharbeiten - die Halle musste aufgerissen werden, um den brennenden Müll herausholen zu können, der immer wieder neu aufflammte. Der Schaden liegt bei gut 600 000 Euro. Das Feuer entstand, so war es später im Bericht der Brandermittler zu lesen, durch Selbstentzündung im Restmüll.

Eine Woche später das nächste Drama: Verschmutztes Löschwasser war in den Gill- und den Kuhteich in Equord geflossen, es starben Tausende Fische. Die Teiche kippten um und begannen zu stinken - ein Umweltdrama für den 850-Seelen-Ort. Schnell wurde am Gillteich reagiert, das Wasser abgepumpt, der Schlamm ausgebaggert. Am Kuhteich lief das anders, monatelang diskutierten PEG und Besitzer zunächst darüber, wer denn nun Schuld sei am Umkippen des Teiches. Beide Teiche sind mittlerweile wieder instandgesetzt, darüber sind sich die Verantwortlichen einig. Doch ein fader Beigeschmack bleibt. „Das hätte sicher auch schneller erfolgen können“, sagt Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig (SPD).

Ähnlich lange dauert bereits das neue Brandschutzkonzept, dessen Erstellung die PEG schon kurz nach dem Brand angekündigt hatte. Der Unterschied: Das Konzept ist noch immer nicht endgültig fertig. „Die Ereignisse um den Brand haben dazu geführt, dass das gesamte PEG-Betriebsgelände neu geordnet und ein einheitliches Brandschutzkonzept erstellt wird“, erklärt Bürgermeister Erwig dazu.

Der Entwurf liege inzwischen vor und soll bald öffentlich vorgestellt werden. Ob mit dem neuen Konzept allerdings endgültig der Ärger endet, den nach dem Brand und dem Umwelt-Drama in Equord noch immer viele Bürger kundtun, darf zumindest bezweifelt werden.

Ausführliche Stellungnahmen aus Politik, Verwaltung und von engagierten Bürgern lesen Sie in der gedruckten PAZ am Freitag.

von Jonas Szemkus

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