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Ein Dorf mit herrschaftlicher Vergangenheit

Hohenhameln Ein Dorf mit herrschaftlicher Vergangenheit

Equord. Der berühmte Petersdom in Rom hat einen kleinen Bruder im Peiner Land: Die evangelische St.-Markus-Kirche in Equord wird im Volksmund "Kleiner Petersdom" genannt. Sie weist viele markante Charakteristika der aus Italien bekannten Kuppelbauten auf - nur eben ein wenig kleiner.

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Der "Kleine Petersdom" in Equord.

Quelle: oh

„Erbauer der Kirche war der Freiherr Georg Christoph von Hammerstein zu Equord“, weiß Pastor Werner Bähr. „Er war Großvoigt im Schloss Celle von Herzog Ernst August von Hannover. Dadurch unternahm er ausgedehnte Reisen, unter anderem nach Norditalien.“

Vor allem die dortigen Kirchen beeindruckten den Freiherrn sehr. Daher setzte er seinen Traum um und errichtete sich eine „Capella“ nach italienischem Vorbild in seinem Garten. „Der Baumeister stammt sicherlich auch aus dem Schloss in Celle. Allerdings ist uns der Name unbekannt“, berichtet Bähr.

Die Vollendung seiner Kirche hat der Freiherr nicht mehr erlebt. Erst 33 Jahre nach seinem Tod wurde das Gebäude 1710 von seinem Sohn Alexander fertiggestellt. Geplant als Mausoleum, dient der „Kleine Petersdom“ heute als Kirche für den Gottesdienst, nachdem er 1929 in den Besitz der Kirchengemeinde übergegangen war. „Aber zahlreiche Grabplatten an den Wänden erinnern noch an den ursprünglichen Zweck. Außerdem befindet sich unter der Kirche eine vermauerte Gruft“, sagt Bähr.

Bei dem „Kleinen Petersdom“ handelt es sich um einen Zentralbau auf dem Grundriss eines gleichschenkligen Kreuzes. Darüber wölbt sich die große Kuppel mit vier Säulen im Zentrum. „Im Osten schließt sich der Chorraum an. Der Altar ist vermutlich ein Geschenk aus einer Celler Kirche“, so Bähr.

Durch die besondere Architektur weist das Gotteshaus eine bemerkenswerte Akustik auf. „Die Räumlichkeiten bieten sich für Konzerte an. Die nächste Matinee findet am kommenden Sonntag, 26. August, statt.“

taw

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