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Ehrenamtlich gegen die Einsamkeit

Hohenhameln Ehrenamtlich gegen die Einsamkeit

Sie sorgen dafür, dass alte und kranke Menschen nicht einsam werden: Die Damen vom Besuchsdienstkreis der evangelischen Kirchengemeinde in Hohenhameln besuchen Gemeindeglieder zum Geburtstag oder am Krankenbett.

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Immer ein offenes Ohr: Die Frauen vom Besuchskreis um Pastor Hans Schweda leisten Alten und Kranken Gesellschaft. Manchmal bewirken Berührungen mehr als Worte (kleines Bild).

Quelle: sur, A

Hohenhameln . Manchmal entstehen dabei sogar Freundschaften fürs Leben – Helga Zips hat das erlebt. Dabei nahm die Bekanntschaft keinen guten Anfang, als Zips die Dame an ihrem 80. Geburtstag zum ersten Mal besuchte: „Keine Zeit, keine Zeit, ich kriege gleich Gäste“, hieß es da schon an der Tür. „Ich wäre am liebsten sofort wieder umgekehrt“, erzählt Zips. Ist sie aber nicht – und mittlerweile sind die Frauen Freundinnen. „Ich besuche sie alle vier bis fünf Wochen“, sagt Zips.

Die meisten Senioren freuen sich über Gesellschaft – doch die Frauen vom Besuchskreis machen nicht nur gute Erfahrungen. Besonders schwer fallen ihnen die Besuche im Altenheim, bei Menschen, die dement sind oder ans Bett gefesselt. „Das erste Mal an einem Bett zu stehen und keine Antwort mehr zu bekommen – das war hart“, erzählt Ingrid Paschke. „Man kann dann überhaupt nichts reden.“

Schlimmer noch: Man weiß nicht einmal, ob der Mensch sich über den Besuch freut, ob er ihn überhaupt wahrnimmt. Die Frauen haben lange über dieses Problem diskutiert – auch mit Pastor Hans Schweda, der den Besuchskreis vor fast 14 Jahren ins Leben gerufen hat. „Ich bin fest davon überzeugt, sie nehmen es im Unterbewusstsein wahr“, sagt Schweda. „Und es gibt den kranken Menschen ein bisschen Würde zurück, wenn man sich trotzdem Zeit für sie nimmt.“

20 Minuten vorlesen, aus dem Alltag erzählen, einfach nur da sein – das ist die Aufgabe der Ehrenamtlichen. „Die Menschen sollen das Gefühl haben: Man hat uns nicht vergessen“, sagt Schweda. Dabei muss man nicht immer reden, hat Ingrid Paschke mit den Jahren gelernt. Wenn ihr am Krankenbett die Worte fehlen, streichelt sie sanft die Hand des Patienten. „Dann spürt man einfach, ob ihm das gut tut“, sagt sie.

sur

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