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Die geliebte Kittelschürze kann Sicherheit geben

Hohenhameln Die geliebte Kittelschürze kann Sicherheit geben

Hohenhameln. Eine "würdevolle" und "anteilnehmende" Behandlung, "Musik" oder "Tiere" wünschen sich die Hohenhamelner für den Fall, dass sie dement werden. Auf den Zetteln, die Diplom-Pflegelehrerin Marion Blume während ihres Vortrags im Dorfgemeinschaftshaus verteilt hatte, äußerten die insgesamt 64 Zuhörer ganz unterschiedliche Vorstellungen.

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Vertraute Gegenstände geben Sicherheit, weiß Marion Blume – wie wie diese bunte Stofftasche aus den 1970er-Jahren.

Quelle: sz

Die Referentin aus Klein Ilsede, die an der Berufsschule in Vöhrum Altenpflege und Pflegeassistenz unterrichtet, gab den Zuhörern einen detaillierten Einblick in die neuesten Erkenntnisse der Demenzforschung. Eingeladen hatte der Generationenhilfeverein „Hand in Hand im Bördeland“. „Wir wollen Hohenhameln zu einer demenzfreundlichen Kommune machen“, erklärte Gisela Grote, die das Projekt organisiert. „Informationen wie dieser Vortrag können dazu beitragen, dass erkrankte Menschen so lange wie möglich zuhause betreut werden können.“ Vereinsmitglieder lernen, wie sie bei der Betreuung helfen können.

In ihrem zweieinhalbstündigen Vortrag erläuterte Blume den Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer und machte den Zuhörern am Beispiel einer zerschnittenen Folie mit einem Lebenslauf deutlich, wie das Leben zersplittert und sich verwirrt, wenn das Kurzzeitgedächtnis verschwindet. Sie gab nicht nur fachliche Informationen über Validation nach Naomi Feil, eine Methode zum wertschätzenden Umgang mit demenziell Erkrankten, und das psychobiografische Pflegemodell nach Erwin Böhm, sondern auch Hinweise für die Praxis – für pflegende Angehörige ebenso wie für Menschen, die beruflich mit Demenzkranken zu tun haben. „Bauchatmung kann helfen, sich ruhig dem verwirrten Menschen zuzuwenden“, erklärte Blume. Dagegen könnte eine Berührung im falschen Moment Widerstand wecken. „Wenn eine tröstliche Umarmung gebraucht wird, wird das aber deutlich gezeigt“, erklärte die Fachfrau.

Manchmal helfen auch vertraute Gegenstände wie die Handtasche oder die geliebte Kittelschürze eher dabei, sich angenommen zu fühlen.

sz

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