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Cord Voges: Der Wächter der verlorenen Dinge

Fundbüro Hohenhameln Cord Voges: Der Wächter der verlorenen Dinge

Wer kennt das nicht: Schlüssel verloren, Handy verlegt oder gar die Jacke beim Volksfest vertauscht? Fundbüros sind oft die erste Anlaufstelle, so auch in Hohenhameln. Hier wacht Cord Voges über verlorene Dinge und freut sich jedes mal, wenn er diese den Besitzern zurückgeben kann.

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Cord Voges ist in Hohenhameln unter anderem für die Fundsachen verantwortlich.

Quelle: gs

Hohenhameln. Spektakuläre Funde sind genauso dabei, wie jene zum Schmunzeln oder natürlich auch ganz banale Dinge. Ob russische Landschildkröte, eine teure Rolex, ein einzelner 500-Euro-Schein oder auch ein Rollator - solche Verluste sind eher selten.

Häufig verloren werden dagegen Schlüssel, Handys, Geldbörsen und Brillen. Vertauschte Jacken, vergessene Räder oder Taschen sind nach Festen oft nachgefragte Dinge.

Ob er selbst schon Kunde war in seinem Fundbüro? Voges lacht und schüttelt den Kopf. Aber seinem Vater konnte der 56-Jährige helfen: Dessen großer Schlüsselbund hatte jemand abgegeben. Der Finder bekommt zuerst von Voges ein Dankeschön, vom Verlierer dann Finderlohn. Dieser ist gesetzlich geregelt und richtet sich nach dem Wert der Fundsache. Der Verlierer hat sechs Monate Zeit, seinen Gegenstand abzuholen, danach könnte der Finder diesen bekommen.

Häufig aber bleiben Dinge auch einfach im Fundbüro liegen, manchmal sehr zur Verwunderung des Büroleiters. Fundsachen wieder zu bekommen ist ganz einfach, wenn man genau nachweisen kann, dass einem der Gegenstand wirklich gehört. Menschenkenntnis, das richtige Gespür und eine gehörige Portion an Detektiv-Arbeit helfen Voges hier weiter. „Ich stelle die richtigen Fragen“, meint er schmunzelnd. Ab einem Sachwert von zehn Euro fällt eine Verwaltungsgebühr an, die mindestens bei fünf Euro liegt. Diese Verwaltungsgebühr richtet sich nach dem Schätzwert der Fundsache.

Sollte ein Tier übers Fundbüro abgegeben werden, kommen auf den Verlierer die Transportkosten ins Tierheim und die Gebühren vom Tierarzt zu. Dies geschehe zwar in letzter Zeit selten, komme aber auch vor. Hunde, Katzen oder gar einen Wellensittich hatte Voges schon unter seinen Fittichen - meist von Leuten abgegeben, die keine Transportmöglichkeit zum Peiner Tierheim haben.

Sind genügend nicht abgeholte Fundsachen beisammen, gibt es eine Versteigerung. Da das Büro in Hohenhameln recht klein ist, lohnt sich eine derartige Veranstaltung nur sporadisch. Begehrt seien dabei gut erhaltene Fahrräder, weiß Voges. Die letzte Versteigerung gab es bei der „Bründeln-Fete“ und machte allen Beteiligten großen Spaß. Das eingenommene Geld ging danach wie immer in die Gemeindekasse.

  • Das Fundbüro in Hohenhameln hat täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr und donnerstags von 14 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet. Telefonisch zu erreichen ist das Büro unter 05128/40120.

gs

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