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Clauen ist ein Dorf „im Zeichen des Zuckers“

Dorfspaziergang mit dem Ortsbürgermeister Clauen ist ein Dorf „im Zeichen des Zuckers“

Zuckerrüben und Landwirte - das verbinden möglicherweise viele mit dem 1068 Einwohner starken Dorf Clauen. Dass das Dorf „im Zeichen des Zuckers“ in der Gemeinde Hohenhameln aber durchaus mehr zu bieten hat, wird bei einem Gespräch mit Ortsbürgermeister Uwe Lauenstein deutlich.

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Clauens Ortsbürgermeister Uwe Lauenstein machte mit der PAZ einen Spaziergang durch seinen Heimatort. Hier zeigt er den Gedenkstein zur Dorferneuerung.

Quelle: jaw

Clauen. „Ich bin der einzige noch voll erwerbstätige Landwirt im Dorf“, räumt der CDU-Politiker auf Nachfrage mit einem der beiden Vorurteile auf.

Der Standort der großen Zuckerfabrik im Süden des Dorfes belastet die Einwohner tatsächlich nicht. „Wir Clauener gehen sportlich mit der Situation um. Wir wissen, dass Nordzucker ein Steuerzahler ist und auch, dass es dadurch Arbeitsplätze gibt. Wir sind sogar froh, dass wir die Fabrik haben“, betont Lauenstein. Auf der anderen Seite könne er aber die Kritik von einigen Anliegern aus Clauen und anderen Ortschaften nachvollziehen, die sich über den Lärm der Rübentransporte beschweren. Lauenstein sieht aber auch Möglichkeiten, diesen zu reduzieren. „2017 werden die Abwasserleitungen in der Breiten Straße neu gemacht, im folgenden Jahr gibt es dann einen neuen Straßenbelag. Dadurch wird sich die Situation bei guter Ausführung entspannen“, sagt der Ortsbürgermeister.

Auf der B 494 und der Breiten Straße, die mitten durch das Dorf führt, fahren die Zuckerrübentransporte während der Rübenkampagne täglich hundertfach. Das spezielle Ärgernis für viele Clauener: Die Grundschule liegt direkt an der Breiten Straße. „Die Querungssituation für die Schulkinder ist alles andere als optimal“, sagt der Ortsbürgermeister, der die Einführung einer Tempo-30-Zone in diesem Gebiet befürwortet. „Wenn in dem Abschnitt Tempo 30 vorgegeben wäre, dann würde die Situation deutlich verbessert werden.“ Generell hatte der Ortsrat zu diesem Thema „verschiedene Ideen, die aber am Landkreis scheiterten“.

Ein anderes Problem aus der Sicht des Ortsbürgermeisters ist die verkehrstechnische Anbindung, vor allem zur Stadt Peine. „Die Anbindung an Hildesheim ist wesentlich günstiger. Die Busanbindung an Peine lässt wirklich sehr zu wünschen übrig“, sagt er und fügt hinzu, dass auch eine Anbindung an den Großraum-Bahnhof Algermissen wünschenswert wäre.

„Es gibt eine Sache, unter der Clauen wirklich leidet, und das sind die Navigationssysteme für Autos“, äsagt Lauenstein. Diese führen zahlreiche Ortsfremde mitten durch den alten Dorfkern, da diese Route die kürzeste in Richtung Hannover ist und so die Ampel an der Bundesstraße 494 umfahren wird, erklärt der Ortsbürgermeister.

Darüber hinaus sehe er Clauen aber insgesamt sehr gut aufgestellt. 2014 enden die Zuschüsse aus der Dorferneuerung, die sich schwerpunktmäßig mit dem alten Dorfkern befasst hatte. So sind zwei vorhandene Plätze aufgewertet worden, die jetzt zu Dorf- oder Vereinsfestivitäten gut genutzt werden können.

Zudem bekam der Kindergarten „Klein Panama“ im Herbst einen Anbau, in dem nun eine Krippengruppe untergebracht ist.

Das Vereinsleben beschreibt der Bürgermeister als sehr rege. 2016 haben die Junggesellen und die Clauener Chicas das früher sehr beliebte Weinfest wiederbelebt und konnten „mit 200 Gästen durchaus einen Erfolg verbuchen“.

Auch das Volksfest wurde im vergangenen Jahr erstmals und mit großen Erfolg etwas anders aufgezogen: „Der Freitag steht von nun an ganz im Zeichen der Livemusik“, so Lauenstein. Entsprechende Planungen gebe es auch schon für 2017.

Darüber hinaus beteiligen sich auch die anderen Vereine, wie der Bogenschießclub und der TSV Clauen-Soßmar an den zahlreichen Festivitäten im Dorf.

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