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Bürgerinitiative fordert mehr Laichplätze für Kammmolche - und bietet Geld an

Equord Bürgerinitiative fordert mehr Laichplätze für Kammmolche - und bietet Geld an

Equord. Der Brand auf dem Deponiegelände war für zwei Equorder Teiche ein Umweltdesaster (PAZ berichtete). Dass aber nicht nur die Fische in diesen beiden Gewässern betroffen sind, sondern auch Kammmolche in einem dritten Teich, mahnt die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln an. Es müssten neue Laichplätze geschaffen werden. Darum macht die BI dem Landkreis jetzt ein Angebot - und will selbst einen Teil der Zahlungen hierfür übernehmen.

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In das Laichgewässer ist laut Bürgerinitiative für Umweltschutz beim Brand auf dem PEG-Gelände ebenfalls Löschwasser eingeflossen.

Quelle: oh

Beim Brand auf dem Deponiegelände der PEG in Stedum sei auch ein Gewässer am Nordrand des Geländes durch „illegal eingeleitetetes Löschwasser“ beschädigt worden, teilt die BI um ihren Vorsitzenden Hartmut Braun mit. Das Gewässer sei das einzige auf dem PEG-Gelände gewesen, in dem Kammmolche bisher abgelaicht hätten.

Der Kammmolch ist laut Bundesnaturschutzgesetz eine streng geschützte Tierart. Deren Fortpflanzungsstätten dürfen per Gesetz weder zerstört noch beschädigt werden. „Damit das zukünftige Wohl der Population nicht mehr nur vom Vorhandensein eines einzigen Gewässers abhängig ist, schlagen wir vor, dass der Landkreis weitere Gewässer anlegen lässt, die zum Ablaichen der Tiere möglichst bald über einen hinreichend guten Bewuchs verfügen sollten“, sagt BI-Vorsitzender Braun. Der Vorschlag: Mit 3000 Euro würde sich die Initiative an den Kosten beteiligen, sollte der Landkreis „ein Mehrfaches davon für die Maßnahme ausgeben“. Als Frist für die Zusage hat die BI Ende Februar festgehalten. „Neue Laichgewässer anlegen zu wollen, würde den Bürgern signalisieren, dass der Kreis für sein Tochterunternehmen PEG ein Stück Wiedergutmachung für die Beeinträchtigung und Schäden zu leisten bereit ist, die der Brand verursachte.“

Der Landkreis begrüße das angebotene finanzielle Engagement der Bürger, betont Kreissprecher Henrik Kühn, der allerdings den Vorwurf der „illegalen Einleitung von Löschwasser“ in das Gewässer zurückweist. Da die BI aber nur Geld dazugibt, wenn der Landkreis ebenfalls zahlt, sei die Frist nicht einzuhalten: „Das Engagement der BI wäre an eine Beteiligung des Landkreises gekoppelt, was als entsprechender Antrag zu werten ist“, sagt Kühn. Daher müsse die Meinung der politischen Vertreter eingeholt werden. „Das Vorhaben werden wir in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Umwelt- und Verbraucherschutz zur Diskussion stellen“, verspricht Kühn - der Ausschuss tagt aber erst wieder am 4. März.

js

Wo der Kammmolch laut der Bürgerinitiative hin soll, lesen Sie in der gedruckten PAZ.

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