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Bürgerinitiative fordert: Rat muss handeln

Hohenhameln Bürgerinitiative fordert: Rat muss handeln

Hohenhameln. Die Bürgerinitiative für Umweltschutz ist sauer. Sauer auf den Gemeinderat, weil er – nach Meinung der Mitglieder – tatenlos bleibt, während aus der Altholzschredderanlage zwischen Stedum und Equord gefährliche Stoffe in die Umgebung gelangen. Die Initiative überreichte während der Ratssitzung einen offenen Brief an Bürgermeister Lutz Erwig (SPD). Demnach werde in der Anlage der potenziell krebserregende Stoffe Benzo[a]pyren freigesetzt. Verwaltungschef Erwig verwies indes erneut auf die fehlende Zuständigkeit der Gemeinde.

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Sorgt für Ärger bei einigen Bürgern: Die Altholzschredderanlage auf dem Gelände der ehemalige Deponie.

Quelle: A

Auslöser für den neuerlichen Vorstoß der Bürgerinitiative war ein Gespräch mit den Betreibern der Anlage auf dem ehemaligen Mülldeponie-Gelände. „Was wir erfahren haben, bestätigt die schlimmsten Befürchtungen“, unterstrich die stellvertretende Vorsitzende der Gruppe, Marianne Kauers-Theunert. In der überdachten, aber nicht völlig umschlossenen Anlage „werden in großem Stil mit Holzschutzmitteln behandelte und teerölimprägnierte Eisenbahn-Holzschwellen und alte Telegrafenmasten geschreddert“ – ein Zustand, der die Umweltschützer fassungslos macht.

„Das ist sehr gefährlich. Im Teeröl vorhandene, potenziell krebserregende Schadstoffe wie etwa Benzo[a]pyren befinden sich noch nach Jahrzehnten in den Holzschwellen.“ Die beim Schreddern freigesetzten Partikel, so mahnen die Aktivisten, gelangen aus der offenen Halle heraus in die Umgebung: „In Böden, Gewässer und als feine Stäube per Luft in die Lungen der Menschen. Auch die Lagerung findet weitgehend unter freiem Himmel statt“, ist Kauers-Theunert besorgt – und nimmt den Gemeinderat in die Pflicht: „Es kann nicht sein, dass die Gesundheit der Bevölkerung und der Schutz der Umwelt aufs Spiel gesetzt werden.“

Der Forderungenkatalog der Bürgerinitiative für Umweltschutz umfasst unter anderem die komplette Einhausung der Schredderanlage sowie dass der entstehende Staub abgesaugt und auf Schadstoffe untersucht wird. Aktiv werden voraussichtlich aber weder Rat noch Bürgermeister wegen des offenen Briefes. „Ich verstehe Ihre Besorgnis“, betonte Erwig. „Aber wir sind nicht die Genehmigungsbehörde. Wir können nicht verbieten, was dort möglicherweise geschreddert wird.“

Diese Antwort kann die Initiative um Kauers-Theunert nicht akzeptieren. „Es kann nicht sein, dass ernsthafte und berechtigte Sorgen der Bürger einfach so abgetan werden.“ Das findet auch Mitstreiter Jürgen Rehnelt: „Man kann sagen, man ist nicht zuständig. Aber das ist zu einfach gedacht, da muss man sich auch mal auf die Hinterbeine stellen. Der Rat wusste doch auch nicht, dass dort gefährlichen Stoffe zerschreddert werden. Bebauungs- und Flächennutzungsplan sind also nur unter Zurückbehaltung von Informationen durch den Betrieb zustande gekommen. Das ist ein ziemlicher Skandal!“

js

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