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Bürgerinformation nach Brand in Stedum: Stimmung war aufgeheizt

Hohenhameln Bürgerinformation nach Brand in Stedum: Stimmung war aufgeheizt

Equord. Zynismus, sich überschlagende Stimmen und Zwischenrufe: Emotional sehr aufgeladen war die Stimmung gestern Abend im Mehrzweckgebäude von Equord bei der Bürgerinformation zu den Folgen des Großbrands auf der Mülldeponie in Stedum.

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Gunter Eckhardt von der Wito moderierte die Veranstaltung – und er hatte es nicht leicht.

Quelle: rb

Im Wesentlichen ging es um die Sorge der Menschen um ihre Gesundheit wegen der Kontamination von Gewässern und Böden durch Rauch und Löschwasser. Rund 200 Interessierte waren gekommen.

Das Bestreben war, möglichst keine Fragen unbeantwortet zu lassen: Neben dem Ersten Kreisrat Henning Heiß waren vom Landkreis Andrea Pape (stellvertretende Leiterin Fachdienst Umwelt) und die zuständige Sachbearbeiterin Dörte Thies, Dr. Heinke Muuß (Leiterin Fachdienst Veterinärwesen), Dr. Doris Arnold (Leiterin Fachdienst Gesundheit) sowie Marcus Frerich (Geschäftsführung Peiner Entsorgungsgesellschaft), und Martin Mueller von der Haegen vom unabhängigen Labor Biolab in Braunschweig gekommen, um den Bürgern Rede und Antwort zu stehen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Gunter Eckhardt von der Wito.

Heiß stellte zunächst dar, dass nach seiner Einschätzung alles unternommen wurde und wird, um eine Gefährung für die Bürger auszuschließen. Das gelte sowohl für die Brandfahne, also den durch das Feuer unmittelbar entstandenen Rauch, als auch für die Umweltschäden.

Sowohl die Luft und die Gewässer als auch die Böden würden gründlich beprobt. „Alle bisherigen Ergebnisse liefern Werte, die für Menschen unbedenklich sind“, sagte der Diplom-Chemiker Mueller von der Haegen. Das zu glauben fiel den meisten Bürgern allerdings schwer. Etliche hätten an sich Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen oder Atembeschwerden beobachtet.

Das Abpumpen des Löschwassers aus dem Teich am Gillweg geht voran. Einigen Bürgern dauert es zu lange, zumal bereits wieder Regen- und anderes Wasser nachgelaufen ist. „Schneller geht es nicht. Die Transport- und Aufnahmekapazitäten sind begrenzt“, erklärte Frerich.

Absolut nicht zufriedengeben wollten sich die Bürger mit der Einschätzung des Landkreises, das Umkippen des Kuhteiches mitten im Dorf sei nur bedingt eine Folge des Brandes. „In den Kuhteich ist keine nennenswerte Menge Löschwasser gelangt“, hieß es. Das Fischsterben liege hauptsächlich im insgesamt schlechten Zustand des Teiches begründet, der laut Thies schon seit Jahren immer wieder vergebens bemängelt wird.

In beiden Teichen seien die Fische nicht an Gift verendet, sondern vermutlich erstickt. Im Teich am Gillweg werden die Tenside im Löschwasser als Grund vermutet, im Kuhteich der aufgewirbelte sauerstoffarme Schlamm vom Grund.

Sobald die vollständigen Messergebnisse vorliegen, soll es eine weitere Info-Veranstaltung geben. Außerdem sollen die Ergebnisse auf den Internet-Seiten des Landkreises und der Gemeinde Hohenhameln veröffentlicht werden.

wos

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