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Bürger fürchten Gift aus Schredderanlage

Hohenhameln Bürger fürchten Gift aus Schredderanlage

Hohenhameln. Die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz Hohenhameln erhebt immer wieder Vorwürfe gegen die von der Peiner Entsorgungs-Gesellschaft (PEG) betriebene Altholzschredderanlage zwischen Stedum und Equord.

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In diesem Graben neben der Holzschredderanlage hat die BI Wasserproben ziehen lassen.

Quelle: oh

Die Bürger um den Vorsitzenden der BI, Hartmut Braun, und seine Stellvertreterin Marianne Kauners-Theunert machen sich Sorgen um ihre Gesundheit und misstrauen den Angaben der zuständigen Behörden, dass „alle erforderlichen Maßnahmen für den Schutz der Bürger und den Umweltschutz eingehalten werden“, wie der Amtsleiter des Braunschweiger Gewerbeaufsichtsamts Andreas Aplowski in der PAZ vom 29. Juni 2013 zitiert wird.

Die BI hat bei der Gesellschaft für Bioanalytik in Hildesheim eine eigene Untersuchung in Auftrag gegeben, bei der mehrere Wasserproben aus einem Graben neben der Altholzschredderanlage analysiert wurden. Dabei seien diverse gesundheitsgefährdende Stoffe nachgewiesen worden, heißt es in einer Presseerklärung. Als Grund für das Untersuchungsergebnis sieht die BI unter anderem das Schreddern von alten, stark belasteten Eisenbahnschwellen.

Sie fordert nun in einem offenen Brief an Landrat Franz Einhaus den Landkreis beziehungsweise die PEG als dessen Tochtergesellschaft auf, „das genaue Ausmaß der Kontamination festzustellen“. Das Ziel der BI ist es, die Anlage einzuhausen und so sicherzustellen, dass keine giftigen Stoffe nach außen dringen können.

Das Gewerbeaufsichtsamt hat nach Aussage des Amtsleiters von der Presse von der Beprobung im Auftrag der BI erfahren, einen direkten Kontakt gab es bisher nicht. „Wir werten das aber als offizielle Information an uns und werden der Sache nachgehen“, sagt Aplowski.

Der Landrat hat den Brief an den Geschäftsführer der PEG, Olaf Eckardt, weitergegeben, der dazu Stellung nimmt. „Für die Beurteilung einer Gefährdung durch Wasserinhaltsstoffe ist der Ort maßgeblich, an dem das Wasser das Betriebsgelände verlässt“, sagt er. Die von der BI veranlasste Beprobung habe offensichtlich an einer Stelle stattgefunden, von der aus das Wasser noch mehrere filtrierende Einrichtungen passiert.

Die PEG habe ihrerseits durch ein unabhängiges Labor mehrere Proben ziehen lassen, dabei sei es bisher nicht zu Beanstandungen gekommen.

Eckardt weist auch darauf hin, dass die PEG seit Frühjahr 2013 Bahnschwellen nur noch annimmt, unter Dach zwischenlagert und komplett zur Weiterverarbeitung verbringt.

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