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Brief an Hubertus Heil: Equorder fordert mehr Schutz vor Lärm und Feinstaub

Equord/Stedum Brief an Hubertus Heil: Equorder fordert mehr Schutz vor Lärm und Feinstaub

Equord/Stedum. Hohenhamelns Politiker schützen ihre Bürger nicht ausreichend vor Lärm und Feinstaub, der vom Recyclingzentrum Stedum ausgeht, meint Jürgen Rehnelt aus Equord. Deshalb hat er sich jetzt an den Bundestags-Abgeordneten Hubertus Heil (SPD) gewandt.

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Alltag im Recyclingzentrum zwischen Stedum und Equord: Lastwagen liefern Abfall an.

Quelle: A/cb

Im Recyclingzentrum zwischen Equord und Stedum wird rund um die Uhr gearbeitet. „Wenn dort nachts ein Container auf den Boden knallt, sitzen die Anwohner senkrecht im Bett“ - so schildert es Jürgen Rehnelt aus Equord. Und wenn dort Holz zersägt wird und der Wind ungünstig von Süden weht, hätten die Equorder feinen Staub an den Fenstern.

Deswegen will Rehnelt strengere Auflagen durchsetzen. Die Politik hätte jetzt die Gelegenheit dazu, meint er - schließlich wird derzeit ein neuer Bebauungsplan „Hettberg“ aufgestellt (siehe Kasten). Der Gemeinderat und die Ortsräte von Equord und Stedum haben ihm bereits zugestimmt - allerdings mit viel zu wenig Auflagen, wie Rehnelt findet. „Die Politiker könnten das Recyclingzentrum jetzt zum modernsten Lärm- und Feinstaubschutz verpflichten“, sagt der Equorder. „Stattdessen werden nur die absoluten Mindestanforderungen festgelegt. Ich hatte erwartet, dass die Politiker mehr für ihre Wähler tun.“

„Die gesetzlichen Vorgaben zum Emissionsschutz sind völlig ausreichend“, meint dagegen Peter Goor, der dem Bebauungsplan als Ortsbürgermeister von Equord und Vorsitzender der SPD-Fraktion im Gemeinderat zugestimmt hat. „Alles, was uns wichtig war, wird im Bebauungsplan festgelegt: Zum Beispiel, dass im Recyclingzentrum keine Müllverbrennungsanlagen errichtet werden dürfen und kein Biomüll kompostiert werden darf.“ Schon vor Jahren hätten die Ortsräte von Stedum und Equord Lärmschutzmaßnahmen durchgesetzt: Es wurde ein Wall errichtet und bepflanzt, zudem seien die Mitarbeiter des Recyclingzentrums geschult worden, die Container leiser zu bewegen. „Seitdem habe ich auch keine Beschwerden mehr bekommen“, sagt Goor.

Rehnelt reicht das aber nicht: Er wünscht sich den besten Schutz für die Bürger, der möglich ist. Beispielsweise sollten Holzabfälle nicht mehr unter freiem Himmel verarbeitet werden, damit weniger Staub in die Luft gelangt.

Deshalb hat Rehnelt einen Brief an Hubertus Heil geschrieben: Er fordert den Bundestagsabgeordneten auf, „die Situation bezüglich des Entsorgungszentrums für die hier lebenden Menschen zum Guten zu wenden“. „Ich habe den Brief bekommen und werde mich der Angelegenheit annehmen“, versprach Heil auf PAZ-Anfrage.

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Bebauungsplan wird übermorgen öffentlich ausgelegt

Der Bebauungsplan „Hettberg“ soll es dem Peiner Abfallwirtschaftsbetrieb A+B und dessen Tochterfirma PEG ermöglichen, das Recyclingzentrum zwischen Stedum und Equord zu erweitern. Konkrete Ausbaupläne gebe es derzeit aber nicht, sagte A+B-Vorstand Olaf Eckardt auf PAZ-Anfrage. „Wir wollen uns nur die Option offenhalten, das Gelände irgendwann weiterzuentwickeln“, sagt er. „Derzeit geht es nur um die Nutzung einer Fläche zum Abstellen von Containern.“ Nicht einmal das ist ohne Bebauungsplan möglich. Mehrfach wurde das Vorhaben bereits in den Ortsräten von Stedum und Equord sowie im Gemeinderat besprochen, bisher haben die Politiker immer mehrheitlich zugestimmt. Abgeschlossen ist das Verfahren aber noch nicht: Erst einmal wird der Plan öffentlich ausgelegt. Ab Freitag, 11. Januar, bis Montag, 11. Februar, kann jeder im Zimmer 3 des Hohenhamelner Rathauses Einsicht in den Plan nehmen. Innerhalb dieser Frist sind auch Stellungnahmen möglich, über die dann wiederum der Rat entscheidet. „Ich werde auf jeden Fall eine Eingabe schreiben“, kündigt Jürgen Rehnelt aus Equord an.

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