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Betonwerk: Landkreis entsorgt Ölfässer

Equord Betonwerk: Landkreis entsorgt Ölfässer

Equord. Im Betonwerk tut sich was: Der Landkreis will heute die Ölfässer entsorgen lassen, und ein Unternehmer aus Equord hat angeboten, das Gelände mit einem Tor abzusichern, damit dort nicht noch mehr Müll abgeladen wird. Nur das Land Niedersachsen weigert sich beharrlich, die illegale Müllkippe aufzuräumen – obwohl ihm das Grundstück gehört.

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Im ehemaligen Betonwerk in Equord lagern Unmengen an Müll – der Landkreis will heute zumindest die Ölfässer entsorgen und die Flüssigkeit abpumpen lassen.

Quelle: A/sur

In der Fabrikruine in Equord lagern Unmengen an Müll, darunter Autowracks und auslaufende Ölfässer (PAZ berichtete). Zumindest die Behälter mit Altöl und die Flüssigkeit auf dem Hallenboden will der Landkreis heute entsorgen lassen, „um das eventuelle Entstehen einer Umweltgefährdung gänzlich auszuschließen“, sagte Kreissprecher Henrik Kühn gestern.

Zuständig für die Entsorgung sei aber eigentlich das Land Niedersachsen, betonte Kühn – schließlich gehört ihm das ehemalige Betonwerk. Als der Vorbesitzer starb, vererbte er das Gelände dem Land, inklusive hoher Schulden. Das Nachlass-Insolvenzverfahren läuft, im April soll das Grundstück zwangsversteigert werden.

Aus diesem Grund weigert sich das Land auch, den Abfall zu entsorgen – trotz schriftlicher Aufforderung vom Landkreis. „Wir haben dem Landkreis geantwortet, dass wir wegen der Überschuldung im Augenblick nichts unternehmen werden“, sagt Wilfried Schmidt von der Oberfinanzdirektion in Hannover.

Der Landkreis Peine will weiter Druck machen – und notfalls vor Gericht gehen. „Das Land ist zur Müllentsorgung verpflichtet“, sagt Kühn. „Die Rechtslage ist ziemlich eindeutig: Laut Kreislaufwirtschaftsgesetz dürfen Abfälle nur in dafür zugelassenen Anlagen gelagert werden. Eine solche Zulassung liegt für das Grundstück in Equord nicht vor.“ 

In den vergangenen Tagen wurde auf dem Gelände noch mehr Müll illegal abgeladen, haben Raymond und Andrea Bremer beobachtet. Die beiden führen einen Maschinenbaubetrieb in Equord, der Werkshof befindet sich direkt neben dem Betonwerk am Maschfeld. Mit einem schlichten Weidetor wollen sie jetzt die Zufahrt zu der Ruine sperren und die Tore der alten Fabrikhallen mit Ketten sichern: „Das wäre unser Vorschlag als Präventionsmaßnahme, solange sich die Behörden nicht einigen“, sagt Andrea Bremer. „Dann wird dort wenigstens nicht noch mehr Müll abgeladen.“ Gegen diese Lösung hätte auch Schmidt von der Oberfinanzdirektion nichts einzuwenden – schließlich würden Bremers die Kosten tragen,  nicht das Land. „Wenn wir die Anfrage schriftlich bekommen, würden wir uns dem nicht verwehren“, sagt Schmidt.

sur

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