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Betonwerk: "Land soll Müll entfernen"

Hohenhameln-Equord Betonwerk: "Land soll Müll entfernen"

Equord. Autowracks, Reifen, Sperrholz und Möbel: Das Land Niedersachsen soll sämtlichen Abfall entsorgen lassen, der auf dem Gelände des ehemaligen Betonwerks in Equord lagert. Das will der Landkreis Peine mit einer abfallrechtlichen Beseitigungsverfügung erreichen, die er jetzt an das Land erlassen hat.

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Das ehemalige Betonwerk in Equord ist sowohl von außen als auch von innen vermüllt: Auf dem Grundstück türmt sich Bauschutt, in den Hallen lagern unter anderem unzählige Autoreifen.

Quelle: cb

Man habe damit „das Land in die Pflicht genommen, sich um die Müllablagerungen auf dem ehemaligen Betriebsgelände in Equord zu kümmern“, teilte Henrik Kühn gestern mit, der Pressesprecher des Landkreises.

Seit Jahren verwahrlost das Grundstück am Maschfeld in Equord, Unbekannte lagern dort ihren Müll ab - sogar ausgeschlachtete Lastwagen-Wracks wurden dort illegal entsorgt (PAZ berichtete mehrfach). Per Gerichtsprozess hat der Landkreis schon vor Jahren versucht, den damaligen Besitzer zum Aufräumen zu zwingen - vergebens, er meldete Insolvenz an. Nach seinem Tod erbte das Land das Grundstück, weigert sich bisher aber ebenfalls, den Müll zu beseitigen - mit Verweis auf das Nachlass-Insolvenzverfahren.

Ob die abfallrechtliche Beseitigungsverfügung zum Erfolg führt und der Müll bald verschwindet, ist noch unklar. Die Oberfinanzdirektion des Landes (OFD) habe das Schreiben am Dienstag erhalten, sagte deren Pressesprecher Kai Bernhardt gestern auf PAZ-Nachfrage. „Im Moment können wir uns dazu aber noch nicht äußern, wir müssen das erst prüfen.“

Denkbar ist, dass die Verantwortlichen auf Zeit spielen: Am kommenden Mittwoch wird das ehemalige Betonwerk beim Amtsgericht Peine zwangsversteigert. Sollte es verkauft werden, würde laut Kühn der neue Eigentümer in die Pflicht genommen.

Nach Angaben des Amtsgerichts liegt der sogenannte Verkehrswert des Grundstücks bei 64000 Euro. Bei einer Größe von gut 43000 Quadratmetern entspricht das einem äußerst niedrigen Quadratmeter-Preis von etwa 1,50 Euro - allerdings müsste der neue Besitzer auch viel Geld investieren, bevor er das Grundstück nutzen kann: In den maroden Lagerhallen regnet es durchs Dach, sie müssten aufwendig saniert oder abgerissen werden.

Dennoch gibt es für das ehemalige Betonwerk gleich mehrere Interessenten, weiß Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig: „Hier im Rathaus haben einige angerufen und wollten Informationen - die haben wir an die OFD verwiesen, der das Grundstück gehört“, sagte er. „Die Gemeinde würde sich natürlich freuen, wenn da eine vernünftige Nachnutzung hinkäme. Gewerbeflächen könnte ich mir zum Beispiel gut vorstellen.“

sur

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