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Besonderer Bienenfund in Hohenhameln

Hohenhameln Besonderer Bienenfund in Hohenhameln

Hohenhameln . Der Hohenhamelner Dr. Reiner Theunert kennt sich aus mit der Umwelt. Er ist Biologe und ausgewiesener Bienen-Experte. Unter anderem hat er die „Rote Liste“ der Wildbienen Niedersachsens verfasst - und sogar schon mal eine neue Bienenart, die er entdeckt hat, nach seiner Frau benannt.

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Die Furchenbienen, die Dr. Reiner Theunert entdeckt hat, wohnen im sandigen Teil seiner Hofeinfahrt.

Quelle: oh

Weil Theunert sich für die fliegenden Insekten besonders erwärmen kann, freut es ihn, dass jetzt eine Wildbiene in Hohenhameln heimisch geworden ist, die eigentlich in eher südlicheren Gefilden beheimatet ist.

Halictus scabiosae wohnt in Hohenhameln, genauer gesagt vorm Haus von Dr. Reiner Theunert. Das ist nicht weiter schlimm, denn bei dem furchterregend klingenden Namen handelt sich lediglich um eine Biene: die Skabiosen-Furchenbiene.

„Die über einen Zentimeter langen Wildbienen kamen um 1990 in Deutschland nur in besonders wärmebegünstigten Gebieten vor“, weiß Biologe Theunert und meint damit das Oberrheintal, das untere Maintal und das Nahetal. Seitdem hat sich die Skabiosen-Furchenbiene immer mehr gen Norden ausgebreitet. „Spätestens 2009 war dann Rinteln erreicht, der bisher nördlichste Nachweis in Deutschland“ - bis jetzt.

Denn vor rund einer Woche entdeckte Theunert ein Bienenpaar im Pflaster seiner Hofeinfahrt. „Abseits der Weser hielten hiesige Wildbienenkundige zwar gezielt nach der Art Ausschau, aber die Ausbreitung schien sich nicht mehr fortzusetzen. Somit kommt der Fund überraschend“, erzählt Theunert.

Im Pflaster seiner Hofeinfahrt hielten sich ein Männchen und ein Weibchen vor und in einer Röhre im sandigen Untergrund auf. „Da das Männchen aufgrund eines etwas verkrüppelten Flügels nicht flugfähig war, muss es hier geboren sein oder es ist aus wenigen Metern zugewandert, dann angelockt durch das weibliche Tier“, sagt der Biologe.

Die Skabiosen-Furchenbiene bewohnt in erster Linie trockenwarme Sand- und Lehmgruben sowie wenig genutzte, vollsonnige Bereiche an Gleisanlagen und Bahnhöfen. Weibchen versorgen ihren Nachwuchs mit dem Pollen von verschiedenen Stauden. Neben den namensgebenden Skabiosen sind es Flockenblumen, Kugeldisteln, Wegwarten, Bitterkraut und Pippau.

js

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