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Belastetes Wasser floss zurück in Gräben

Hohenhameln Belastetes Wasser floss zurück in Gräben

Equord. Erst der Deponiebrand in Stedum, dann zwei umgekippte Teiche und ein Fischsterben bei Equord. Und jetzt gibt es neuen Ärger: Unbekannte haben den Erdwall beschädigt, der das belastete Wasser im Gillteich gehalten hatte. Dieses ist jetzt zurück in die Gräben geflossen.

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Der Deponiebrand in Stedum und das kurze Zeit später einsetzende Fischsterben in zwei Teichen beschäftigt die Equorder seit langem. Nun haben Unbekannte die Rückstausperre am Gillteich vorsätzlich beschädigt - belastetes Wasser floss so zurück in die Gräben.

Quelle: oh

Erst der Deponiebrand in Stedum, dann zwei umgekippte Teiche und ein Fischsterben bei Equord. Und jetzt gibt es neuen Ärger: Unbekannte haben den Erdwall beschädigt, der das belastete Wasser im Gillteich gehalten hatte. Dieses ist jetzt zurück in die Gräben geflossen.

„Die Rückstausperre wurde vorsätzlich beschädigt“, sagt PEG-Prokurist Marcus Frerich. Vermutlich mit einem Spaten wurde ein kleiner Graben durch den Erdwall gezogen. So konnte belastetes Wasser zurück in die Gräben fließen. „Die PEG hat die Sperre nicht entfernt oder beschädigt“, antwortet Frerich auf anderslautende Gerüchte im Ort. Eine Anzeige bei der Polizei habe die Tochterfirma des Landkreises Peine aber nicht erstattet. Man habe aber sofort reagiert und die Sperre wieder funktionsfähig gemacht.

Es bestünden zudem keine akuten Gefahren mehr, sagt Frerich: „Das Wasser im Gillwegteich ist nach unserem Wissen nur unwesentlich belastet.“ Das sei durch einen unabhängigen Umweltgutachter bestätigt.

Anders sieht das Equords stellvertretender Bürgermeister Günter Strube (CDU): „Der Teich ist ein Sondermüll-Lager, vom Landkreis kostenlos genutzt, und er stinkt zum Himmel. Das ist eine Geruchsbelastung, die man nicht akzeptieren kann“, regt sich der Equorder auf. Seit dem 17. Oktober sei am Teich nichts passiert. Zudem gelange ständig neues Regenwasser in den Teich und mache die bisherigen Abpump-Versuche zunichte. Auch die Rückstausperre aus Erde hält Strube für wenig geeignet: „Sie hält einfach nicht“, kritisiert er. „Wenigstens eine Folie hätte man hineinlegen können.“ Für ihn steht fest: „Schlamm und Wasser müssen abgepumpt und gereinigt werden.“ Und das so schnell wie möglich.

Dass sich etwas schnell tun muss, findet auch Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig: „Ich bin sehr bestürzt, dass die Sperre geöffnet wurde“, sagt der Verwaltungschef. Er werde auch in Zukunft weiter darauf drängen, „dass insbesondere für die Beseitigung der Geruchsbelästigung an den Teichen Sorge getragen wird“ - und zwar am besten sofort.

js/web

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