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Badesaison im Hohenhamelner Naturfreibad war ein „historischer Tiefpunkt“

Hohenhameln Badesaison im Hohenhamelner Naturfreibad war ein „historischer Tiefpunkt“

Hohenhameln. Seit über 18 Jahren betreibt Margarete Seifert das Naturfreibad in Hohenhameln, doch eine so schlechte Saison wie die vergangene,habe sie noch nicht erlebt, sagt sie: „Man kann von einem historischen Tiefpunkt sprechen“, resümierte sie in einem Abschlussgespräch.

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Pächterin Margarete Seifert und ihr Neffe Niclas Kölling.

Quelle: jaw

Schuld daran ist das herbstliche Wetter, dass Norddeutschland seit Wochen fest im Griff hat. Seit Beginn der Sommerferien in Niedersachsen waren die sonnigen und warmen Tage rar gesät. Und das hatte natürlich Auswirkungen auf den Badebetrieb - nicht nur in Hohenhameln. „Man merkt es immer gut am Verkauf von Eis. In den letzten Jahren hat mich mein Lieferant immer angerufen und nach den Lieferzeiten gefragt“, erklärte Seifert, „wenn dieser Anruf selten kommt, dann ist das Wetter nicht gut.“

Allerdings habe zu Beginn der Saison ein reger Zulauf geherrscht. Das sonnige und heiße Wetter des frühen Sommers nutzten viele Besucher zu entspannten Stunden im kühlen Nass oder unter den großen Segeltüchern, die im Freibad von Baum zu Baum gespannt sind.

„Dazu gibt es auch einige Besucher, die wirklich bei jedem Wetter ins Wasser gehen“, sagte die Pächterin. Und mit denen ist sie mittlerweile relativ gut bekannt: „Das sind fünf Besucher, die kommen immer zwischendurch. Die brauchen einfach dieses Naturerlebnis.“

Das Bad wird in der kommenden Woche winterfest gemacht: Die Schwimminsel wird eingeholt und die Spielgeräte werden abgebaut. Die Gedanken an die kommende Saison beginnen erst im nächsten Jahr.

„Es ist einfach schade, dass der Herbst in diesem Jahr schon so früh gekommen ist“, bedauerte Seifert. Dennoch blickt sie positiv in die Zukunft. „Am Wetter kann man nun mal nichts ändern, und wir sind ja nicht die einzigen, die davon betroffen sind“, kommentierte sie die Situation, in der schon seit Mitte August leere Biergärten und verwaiste Plätze im Freien kein seltener Anblick seien.

Doch den Spaß an der Sache lässt sich Seifert auch im kommenden Jahr nicht nehmen. Zuversichtlich sagte sie: „Das Wetter wird hoffentlich besser, und dann sind das Naturbad und unsere Minigolfanlage ein schönes Ziel für Tagesausflüge.“

jaw

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