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B(austelle) 65: Riesen-Umleitung ab Juni

Mehrum B(austelle) 65: Riesen-Umleitung ab Juni

Mehrum. Die B65 wird zur Baustelle: Voraussichtlich Ende Juni beginnt die Sanierung der Ortsdurchfahrt Mehrum, anderthalb Jahre lang wird sie voll gesperrt. Auf die Anwohner kommt dann mit Baulärm und Schmutz so einiges zu - aber nicht nur auf sie: Pendler von Peine nach Hannover müssen ebenfalls eine lange Umleitung in Kauf nehmen.

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Wenn ab Sommer die B 65 saniert wird, ist in Mehrum kein Durchkommen mehr – Autofahrer müssen dann über Equord, Stedum, Hohenhameln und Harber fahren, um von Schwicheldt nach Haimar zu gelangen.

Quelle: Stepmap

Und auch der Lieferverkehr ins Industriegebiet muss das Dorf weiträumig umfahren, denn in Mehrum ist dann kein Durchkommen mehr.

Bei einer Anliegerversammlung am Donnerstagabend wurden die Pläne vorgestellt. Zwei Bauabschnitte soll es geben: Noch in diesem Jahr wird die B 65 vom westlichen Ortseingang bis zur Triftstraße saniert. 2014 ist dann die zweite Hälfte des Dorfes an der Reihe, von der Triftstraße bis zum östlichen Ortsausgang. Mehr als ein Kilometer Straße wird ausgebaut, gleichzeitig werden die Kanäle saniert.

Ende nächsten Jahres sollen nicht nur die Schlaglöcher verschwunden sein - Mehrum bekommt ein ganz neues Gesicht. Entlang der kompletten Ortsdurchfahrt werden Rad- und Fußwege angelegt, es sind Grüninseln geplant und die Straße wird schmaler, um Raser zu bremsen. Schließlich leiden die Mehrumer seit vielen Jahren unter dem starken Verkehr, bei Stau auf der A 2 führt die offizielle Umleitung durch ihr Dorf. Und wenn Lastwagen durch die Schlaglöcher der maroden B 65 rumpeln, wackeln bei manchen Anwohnern die Tassen im Schrank.

Während der Baustelle werde überhaupt kein Schwerlastverkehr durchs Dorf fahren, kündigte Ortsbürgermeister Jens Böker an. Für alle außer für die Anlieger werde das Dorf komplett gesperrt. Trotzdem fürchten die Mehrumer, dass sich Autos oder sogar Lastwagen auf der Suche nach einer Abkürzung in die Wohngebiete verirren und in einer Sackgasse landen, die auf manchen Karten und Navigationsgeräten fälschlicherweise als Durchgangsstraße eingezeichnet ist. Auch die Bewohner des Nachbardorfes Rötzum fürchten, dass viele eine Abkürzung durch die Feldmark und durch ihr Dorf nehmen. „Dort muss dann anfangs die Polizei stärker kontrollieren“, sagte Böker.

Der Ortsbürgermeister hofft, „dass die Einschränkungen für die Anwohner so gering wie möglich gehalten werden - und dass wir am Ende eine schöne und vor allem eine leise Ortsdurchfahrt haben werden.“

sur

Bauarbeiten in Mehrum: Fragen und Antworten

Fahren trotz der Bauarbeiten Busse nach Mehrum?

Die Verbindung nach Hohenhameln und zum Bahnhof in Hämelerwald bleibt bestehen, allerdings ist die Bushaltestelle an der Triftstraße nicht zu erreichen – geplant ist, eine Ersatzhaltestelle an der Sporthalle einzurichten. Auch der „Kindergartenbus“ der Gemeinde fährt, während der Bauarbeiten wird es aber nur eine einzige Haltestelle im Dorf geben. Schwieriger wird die Anbindung nach Hannover – was aus diesem Bus wird, ist noch unklar. Denkbar ist, dass die Üstra ein Großraum-Taxi einsetzt, um die Mehrumer nach Haimar zu bringen – von dort aus fährt dann der Bus.

Können die Anwohner auf ihre Grundstücke gelangen?

„Wenn direkt vor der Tür gebaut wird, kann es sein, dass man mal ein paar Tage lang nicht aufs Grundstück kommt“, sagt Mehrums Ortsbürgermeister Jens Böker. Meistens sollen die Einfahrten aber zugänglich sein – ebenso wie der Dorfbäcker, der Frisör und das Bistro Sindbad. „Die Gewerbetreibenden müssen erreichbar sein, dafür werden wir einiges auf die Beine stellen“, verspricht Böker.

Warum müssen auch die Kanäle werden?

Der Grund ist der schlechte Zustand: Laut Michael Wittemann vom Wasserverband Peine ist der Kanal an manchen Stellen eingedrückt. „Wenn dann noch Baufahrzeuge drüber fahren, sackt der womöglich zusammen. Da müssen wir etwas tun.“ 1000 Meter Regenwasserkanal und 750 Meter Schmutzwasserleitung werden entlang der Ortsdurchfahrt saniert – zeitgleich mit dem Straßen-Ausbau. Der Wasserverband und das Straßenbauamt wollen dafür die gleiche Baufirma beauftragen: „Wir machen eine gemeinsame Ausschreibung“, sagt Wittemann.

Kommen Kosten auf die Anlieger zu?

Für die Kanalsanierung nicht, auch nicht für den Straßenbau oder den Geh- und Radweg. Allerdings will die Gemeinde Hohenhameln auch die Straßenbeleuchtung an der Hauptstraße erneuern. Das soll etwa 100000 Euro kosten, 40000 Euro davon werden auf die Anlieger umgelegt. Wie viel auf jeden einzelnen zukommt, ist aber noch unklar. Im Sommer werde es dazu ein Info-Schreiben geben, kündigt Verwaltungsmitarbeiter Bernd Bothmer an. Bezahlt werden muss erst Ende 2014.

Verschwinden die „dunklen Ecken“ an der Hauptstraße?

Die Kurve an der Kirche in Mehrum ist derzeit sehr schlecht beleuchtet – laut Bothmer soll dort eine zusätzliche Laterne aufgestellt werden.

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