Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Autor erfindet den perfekten Papst

Ohlum Autor erfindet den perfekten Papst

Um einen sympathischen Papst, der heimlich sündigt und nicht an die Hölle glaubt, dreht sich der neue Roman von Jens Heiden aus Ohlum.

Voriger Artikel
„Der Deal ist: Geld gegen Arbeitsplätze“
Nächster Artikel
Glühwein, Leckereien und Handwerkskunst

Schreibt Romane wie am Fließband: Jens Heiden aus Ohlum. Gerade erschien „Der Papst sucht sein Gebetbuch“ (Foto links), da sind schon 50 Seiten vom nächsten Buch fertig – es wird ein Krimi.

Quelle: sur

Ohlum. „Der Papst sucht sein Gebetbuch“ heißt das inzwischen vierte Buch des Ohlumers. Das „Gebetbuch“ – eine alte Kladde, in der Papst Augustin I. seine Erinnerungen notiert – spielt aber nur eine Nebenrolle, auch wenn die ersten 30 Seiten des Romans anderes vermuten lassen. Eigentlich dreht sich der Roman, wie der Untertitel verrät, um „die Lebensgeschichte des Pepe Maisol“ und um seinen Weg aus einem „kleinen Einsiedel-Dorf zwei Stunden leicht bergauf von Salzburg“ bis in den Vatikan.

Pepe Maisol ist ein Sturkopf und Querdenker, der schon als Kind mit dem Dorfpfarrer diskutiert und später fast von der Priesterschule fliegt, weil er die Kirche kritisiert. Er ist aber auch ein grundsympathischer Held, frei von Eitelkeit und Standesdünkel. Als Priesterschüler im Wien der 1930er-Jahre ist Pepe Maisol freundlich zu Juden und frech zu Kardinälen, später legt er sich erst mit dem Erzbischof von Österreich an und dann mit dem Heiligen Vater persönlich – ganz gleich, ob das vielleicht seiner Karriere schadet.

Trotzdem schafft er es als Papst Augustin I. bis ganz nach oben. Und auch als „Oberhaupt von einer Milliarde mehr oder weniger gläubigen Katholiken“ hält sich Pepe nicht an die Regeln, sondern frönt dem Glücksspiel und isst während der Fastenzeit heimlich Wurstbrote.

Mit der katholischen Kirche hat Heiden eigentlich nicht viel am Hut, er ist evangelisch getauft. Doch als Papst Benedikt zuletzt in Deutschland war, habe er sich über dessen Rede mächtig geärgert, verrät der Autor. Die Hauptfigur seines Romans bildet da eine Art Anti-Figur, einen idealen Papst. „Das Schöne am Schreiben ist, dass man sich alles so ausdenken kann, wie man es gern hätte“, sagt Heiden – man kann im Geiste die Welt verändern.

sur

  • „Der Papst sucht sein Gebetbuch“ (335 Seiten) ist im Verlagshaus Schlosser erschienen. Erhältlich ist es für 17,90 Euro unter anderem in der Geschenkvitrine Zahn in Hohenhameln.
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

eebe8558-a9cd-11e7-923d-4ef2be6e51d8
Orkan im Kreis Peine

Hier die aktuellen Bilder:

Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung