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Außergewöhnliche Aussagekraft

Hohenhameln Außergewöhnliche Aussagekraft

Hohenhameln. Es entspricht der besonderen Bedeutung des Sonntags Palmarum, dem Gottesdienst an diesem Tage durch die Aufführung eines großen musikalischen Werkes eine außergewöhnliche Aussagekraft zu geben: Dieses zelebrierte gestern die evangelische St.-Laurentius-Gemeinde mit der Integration von Thomas Selles Johannes-Passion anlässlich dessen 350. Todestages in höchst beeindruckender Weise.

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Der evangelische Kirchenchor Hohenhameln und die Gronauer Kantorei St. Matthäi hatten sich zu einem kraftvollen Klangkörper vereint.

Quelle: rb

Zu Beginn der Karwoche erhielten dadurch der Einzug Christi nach Jerusalem sowie der Blick auf Gethsemane und Golgatha eine besonders tiefe, sinnträchtige Bedeutung, zumal Lektor Otto Dolatka in seiner Predigt die für Christen grundlegende Bedeutung des Verräters Judas Ischarioth hervorhob. Hier entwickelten sich Gottesdienst und integriertes Passions-Konzert zu einer sich gegenseitig verstärkenden Symbiose. Für das musizierte Passionsgeschehen nach der Vorlage des Evangelisten Johannes hatten sich der evangelische Kirchenchor Hohenhameln und die Gronauer Kantorei St. Matthäi zu einem kraftvollen Klangkörper vereint.

Eine gegensätzliche, das Leiden eher lyrisch nachzeichnende Aussage entwickelten die Chöre unter der übersichtlichen Leitung von Christian Lauckner im „O Lamm Gottes unschuldig“, das als Choralmotette mit seiner vielstimmig angelegten Doppelchörigkeit den Rahmen dieser Passion bestimmte. Hier agierten die Solisten Benita Albrecht (Sopran), Eberhard Blanke (Tenor) und Michael Hertel (Bassbariton) als eigenständiges Terzett in hervorragend abgestimmter Weise.

Das Kammerorchester Hildesheim (Konzertmeisterin Gerlinde Lauckner) und die Instrumentalsolisten bildeten eine zuträgliche, immer klanglich differenzierende Stütze und erhielten kompositorisch sogar eine besondere Rollenzuteilung, wenn die souveräne und sehr sicher agierende Continuo-Gruppe bei den Worten Christi (Michael Hertel) durch zwei Violinen und etwa bei den Worten des Pilatus (Gerhard Bruns) von zwei hohen Sopran-Blockflöten sinnträchtig begleitet wurden. Außerordentlich verständlich gelang Eberhard Blanke mit schlankem Ton und unaufdringlich klarer Deklamation das Rezitieren des Passionsgeschehens.

Dass man des Inhalts wegen am Ende auf einen Applaus verzichtete, empfanden alle Besucher als äußerst angenehm. Doch hörte man beim Ausgang in zahllosen Meinungen eine große Anerkennung und Worte wie etwa „Solch´ musikalische Vertiefung des Passionsgeschehens sollte hier in Hohenhameln zu Palmarum zur gelebten Tradition werden.“ Helmut Lange

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